7. September 2018, 09:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Mifid II ist ein Wahnsinn für Kunden und Berater”

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um die Zukunft der Großbanken. In einer ersten Runde zum Thema Digitalisierung diskutierten Martin Krebs, Global Head of Retail Investment Products Solutions von der Ing Diba, Erik Podzuweit, Mitgründer und -Geschäftsführer von Scalable Capital und Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von Comdirect miteinander.

Fazit der Diskussion war, dass sowohl Banken als auch Fintechs bequeme Lösungen anbieten müssen, die das Vertrauen der Kunden gewinnen. “Der Kunde will, dass wir uns in seinen Alltag integrieren, Banking ist nur Mittel zum Zweck. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass unser Service passgenau, simpel und smart ist”, sagte Walter.

Fintechs: Chance statt Konkurrenz

Podzuweit machte deutlich, dass Fintechs anders arbeiten als Banken: “Wir konzentrieren uns auf einen bestimmten Bereich und versuchen, diesen günstiger, einfacher und besser zu machen. Wir können Vertrauen gewinnen, wenn wir uns auf unsere Zielkundschaft fokussieren. Es ist ein Fehler, zu versuchen, jeden glücklich zu machen.”

Daher seien Fintechs auch eine Chance für Großbanken, wie Dr. Asoka Wöhrmann, Leiter Privatkunden Deutschland der Deutschen Bank, in der anschließenden Diskussion zur Zukunft der Großbanken sagte. “Durch die Kooperation können wir einen Mehrwert für den Kunden schaffen. Die Innovation bei Großbanken dauert lange. Fintechs haben auf der anderen Seite keinen Kundenzugang und bieten nur Insellösungen.”

Spagat zwischen Regulatorik und Digitalisierung

Er sehe andere Gefahren für Banken. “Wir sind im Spagat zwischen Regulatorik und Digitalisierung. Mifid II will keiner mehr sehen und verstehen, es ist ein Wahnsinn für Kunden und Berater. Hinzu kommt der von uns nie erwartete Negativzins, der einen massiven Druck auf Banken ausübt.”

Seite vier: “Wir waren Zeitzeugen einer epochalen Veränderung”

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Cash. Hitliste der Maklerpools: Die Top Drei

91 Prozent der von Cash. befragten Maklerpools konnten ihre Provisionserlöse im Jahr 2019 steigern. Die drei Spitzenreiter erzielten jeweils Provisionserlöse im dreistelligen Millionenbereich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...