19. April 2018, 15:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Volatilität ist zurück

Mit der Verunsicherung der Anleger bleibt auch die Volatilität an den Märkten. Doch Auslöser für die Schwankungen ist nicht allein Unsicherheit. Die Volatilität bleibt, aber das ist nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen und Anleger können sich zudem schützen.

Kurse-aktien-boerse-bulle-shutterstock 651598474 in Die Volatilität ist zurück

2018 ist die Volatilität an die Aktienmärkte zurückgekehrt, dennoch können die Kurse weiter steigen.

Die Aktienkurse sind gesunken, die Unsicherheit gestiegen. Die Volatilität ist gekommen, um zu bleiben. Anleger sorgen sich um die straffer werdende Geldpolitik, einen möglichen Handelskrieg und die belasteten Technologiewerte.

Es deute sich eine leichte Entspannung der politischen Konflikte und der Tech-Werte zogen an. “Ein klarer Trend ist jedoch trotz der Erholung nicht zu erkennen. Aufgrund der geopolitschen Risiken dürften sich Unternehmen mit Investitionen deutlich zurückhalten. Die Verunsicherung der Anleger bleibt – und damit auch die Volatilität”, sagt Serge Pizem, Fondsmanager für Multi-Asset Investments bei Axa Investment Managers.

Weitere Zinsschritte in 2018

Die US-Notenbank Fed reagiere trotz geopolitischer Risiken weiterhin restriktiv. Ende März hob sie den US-Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,5 bis 1,75 Prozent an. Was im Einklang mit dem steigenden Wirtschaftswachstum ist.

Axa IM hat seine Prognosen für das Wachstum des US-Bruttoinlandsproduktes von 2,3 Prozent auf 2,9 Prozent für das Jahr 2018 sowie von 2,1 Prozent auf 2,3 Prozent für 2019 angehoben. “Wir halten drei weitere Zinsschritte in diesem Jahr für wahrscheinlich, gefolgt von vier Zinserhöhungen im kommenden Jahr. In der Eurozone sollte man sich auf ein Ende des Ankaufprogramms von Schuldtiteln und Mitte 2019 auf eine erste Zinserhöhung einstellen”, so Pizem.

Schutz vor Volatilität

Eine straffere Geldpolitik, die die Konjunktur vor Überhitzung schützen soll, sorge typischerweise für steigende Volatilität. “Wir nehmen daher an, dass sich eine Tendenz zur steigenden Volatilität in allen Anlageklassen und diversen Ländern reflektieren wird. Dies gilt umso mehr, als die expansive globale Geldpolitik ihren Scheitelpunkt überschritten hat”, sagt Pizem.

In diesem Umfeld seien Multi-Asset-Strategien von Vorteil. “Die Kombination unterschiedlicher Anlageklassen macht es möglich, flexibel auf Marktschwankungen zu reagieren”, sagt Pizem. Je breiter dabei die Diversifikation des Portfolios mit Anlagen in vielversprechende Titel und einer umfassenden Marktabdeckung, desto besser.

“Dabei sollte gezielt in Titel investiert werden, die negativ oder nur schwach mit Aktien korrelieren. Für ein volatiles Marktumfeld eignen sich vor allem Multi-Asset-Strategien, die sich defensiver positionieren“, rät Pizem. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DIA: Rentenkommission steht mit leeren Händen da

„Aufgabe nicht erfüllt. Dieses knappe Fazit müsste die Rentenkommission heute bei der Vorstellung ihrer Ergebnisse ziehen, wenn sie ehrlich wäre“, erklärte Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

mehr ...

Immobilien

Wichtige Schutzmaßnahmen für Kleinvermieter und kleine Immobilienunternehmen fehlen noch

„Die Kündigungsschutzmaßnahmen für Mieter sind wichtig und richtig. Gleichwohl darf die Rettung der Mieter nicht bei den Vermietern abgeladen werden. Der Kleinvermieterschutz kommt derzeit zu kurz. Private Kleinvermieter dürfen nicht zu den großen Verlierern der Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise werden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute nach der Verabschiedung des umfangreichen Corona-Hilfspakets im Bundesrat.

mehr ...

Investmentfonds

Banken werden die Rezession besser meistern, als vom Markt erwartet

Ein Kommentar von Sebastian Angerer und Ivor Schucking, Research Analysts bei der Legg-Mason-Boutique Western Asset Management, zu den Perspektiven der Banken bei einem Konjunktureinbruch.

mehr ...

Berater

AfW bietet Übersicht zu Corona-Fördermitteln

Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Hilfspaket für Unternehmer zusammengestellt, um die Folgen der Coronakrise zumindest abzumildern. Der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung gibt nun allen Vermittlern eine Übersicht über mögliche Fördermöglichkeiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Holland-Fonds mit Gesamtüberschuss

Die Lloyd Fonds Gruppe hat im März 2020 ein Fondsobjekt in Utrecht an einen französischen institutionellen Investor verkauft. Das teilt das Unternehmen anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2019 mit. Die BaFin erteilte zudem eine weitere KWG-Zulassung. Die Hauptversammlung wird wegen Corona verschoben.

mehr ...

Recht

EuGH: Widerrufsrecht im Darlehensvertrag muss klar formuliert sein

Darlehensverträge müssen klare und für Verbraucher verständliche Hinweise auf den Beginn von Widerspruchsfristen enthalten. Dies hat der Europäische Gerichtshof am Donnerstag zu einem Fall aus Deutschland klargestellt (Rechtssache C-66/19).

mehr ...