22. März 2018, 11:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kryptomarkt: Was sich Anleger wünschen

Der Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ist komplex, besonders anfangs. Eine Umfrage einer Tochtergesellschaft der Börse Frankfurt hat ermittelt, was sich Anleger wünschen, welche Erfahrungen sie schon gemacht haben und was sie davon abhält, in Kryptowährungen zu investieren.

Krypto-ethereum-litecoin-bitcoin-shutterstock 687488425 in Kryptomarkt: Was sich Anleger wünschen

Bitcoin, Ethereum und Litecoin sind immer mehr Menschen ein Begriff, auch wenn sie selbst nicht investieren.

Unkompliziert, sicher und schnell verfügbar: So wünschen sich Anleger den Handel mit digitalen Währungen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage “#thefutureofcrypto” des Fintechs Sowa Labs. Die Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart Digital Ventures hat dazu über 1.000 Personen online befragt.

An den Umfrageergebnissen wird deutlich, dass an dieser Umfrage überdurchschnittlich viele kryptointeressierte Anleger teilgenommen haben, so haben 35 Prozent der Befragten einen oder mehrere Kryptowährungs-Handelskonten.

Umständlich und komplex

“Immer mehr Anleger interessieren sich für Kryptowährungen. Allerdings zeigt unsere Umfrage, dass bestehende Krypto-Handelsplätze noch nicht für ein Massenpublikum geeignet sind”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Geschäftsführer der Sowa Labs.

Noch ist es umständlich, in Bitcoin, Ethereum und Co. zu investieren. “Neben Benutzeroberflächen in deutscher Sprache fehlt es vielen Handelsplattformen vor allem an einfacher Bedienbarkeit”, so Spankowski.

Registrierung und Identitätsnachweis seien häufig zu komplex: “Allein die Eröffnung eines Benutzerkontos dauert meist mehrere Tage – viel zu lang für die rasante Krypto-Welt.” Zwei Drittel der Befragten wünschen sich laut der Umfrageergebnisse deshalb einen schnelleren Prozess: Zwischen der Eingabe der persönlichen Daten und der Freischaltung zum Handel sollten maximal 24 Stunden liegen. Darüber hinaus bemängeln Anleger auch fehleranfällige Handelsabläufe und die hohen Gebühren beim Kauf digitaler Münzen.

Mangel an Erfahrung

Dass die breite Masse der Anleger noch nicht mit Kryptowährungen handelt, spiegele sich in der Umfrage wider. Während drei Viertel der Teilnehmer bereits Wertpapiere gehandelt hätten, habe bislang nur eine Minderheit Erfahrung in der Krypto-Welt gesammelt.

Ein Drittel – vornehmlich Männer unter 35 Jahren – besitze einen Account bei einer Krypto-Plattform. Wiederum zwei Drittel von ihnen hätten in mindestens drei Kryptowährungen investiert. “Dabei stieg die Zahl der neu eröffneten Accounts analog zum Bitcoin-Hype sprunghaft an”, sagt Spankowski.

Die befragten Krypto-Trader würden häufig handeln: Drei Viertel von ihnen seien jeden Monat aktiv. Dabei würden sie sich überwiegend in Onlineforen, Blogs und sozialen Medien über Krypto-Themen informieren.

Die Umfrage zeigt auch, warum die Mehrheit nicht mit Kryptowährungen handelt: “Viele Befragte vertrauen dem digitalen Geld nicht, halten ein Investment für zu riskant oder haben nicht genügend Know-how”, so Spankowski. (kl)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Ich möchte auch darauf hinweisen, dass momentan beim Bitcoin mittelfristig die Kurse unter Druck kommen werden.

    Bitte lesen Sie hierzu folgende Analyse:
    http://xmonline.de/2018/03/18/bitcoin-hat-heute-mittelfristig-ein-starkes-verkaufssignal/

    Kommentar von Herbert Türk — 25. März 2018 @ 01:25

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Wie die Versicherer das Nadelöhr erweitern

Makler stoßen beim Gespräch mit dem Kunden immer wieder auf einen hatnäckigen Vorbehalt gegenüber der BU: das Verhalten der Versicherer im Leistungsfall oder vielmehr die Angst vor der Nichtleistung.

Gastbeitrag von Markus Kruse, Assekurata Solutions GmbH, und Christian Schwalb, BU-Expertenservice GmbH

mehr ...

Immobilien

Scheidung und Hausverkauf: Finanzielle Verluste vermeiden

Lassen sich Paare mit Immobilieneigentum scheiden, stehen sie vor der Frage, was mit dem Haus oder der Wohnung geschieht. Der Immobiliendienstleister McMakler gibt Tipps, welche Schritte Paare unternehmen sollten, um finanzielle Verluste zu vermeiden und zu einer sinnvollen Lösung zu kommen.

mehr ...

Investmentfonds

Stimmung in der Finanzbranche sinkt

Die Stimmung in der Finanzbranche ist schlechter als im Vorquartal. Doch bleibt sie auf einem hohen Niveau. Die längerfristigen Erwartungen in der Finanzindustrie sind positiv. Die Ergebnisse im Detail: 

mehr ...

Berater

Deutsche haben ihre Finanzen im Griff – nach eigener Einschätzung

Die Deutschen sind überzeugt davon, gut mit ihrem Geld umgehen zu können. Mehr als drei Viertel haben nach eigenen Angaben einen sehr guten oder guten Überblick über ihre Einnahmen und Ausgaben. 88 Prozent beschäftigen sich regelmäßig mit ihren Ausgaben, 22 Prozent sogar täglich. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Geld und Haushalt, dem Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Immobilienkauf: Notartermin platzt – kein Schadensersatz

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil vom 13. Oktober 2017 – AZ.: V ZR 11/17 – die Haftung eines potenziellen Verkäufers einer Eigentumswohnung bei einem geplatzten Notartermin nur in Ausnahmefällen bejaht.

Gastbeitrag von Oliver Renner, Rechtsanwälte Wüterich Breucker

mehr ...