Großanleger bauen Short-Positionen massiv aus

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Shortseller sind dazu übergegangen, verstärkt auf das Sinken ganzer Märkte zu setzen, anstatt sich einzelnen Aktien zu widmen.

Der Wert der offenen Short-Wetten bei den mehr als 3.000 ETFs in den USA beträgt inzwischen etwa 250 Milliarden US-Dollar. Alleine von Mai auf Juni stiegen die Short-Positionen auf den S&P 500 um 20,2 Prozent an, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht. 

Marktbeobachter beobachten das Verhalten der Hedgefonds unterdessen mit Sorge, und sehen es als Warnsignal. Der Ausverkauf auf dem Börsenparkett könnte noch längst nicht vorbei sein.

Auch die Bürger in Deutschland scheinen ein verstärktes Interesse an Leerverkäufen zu haben. Das relative Google-Suchvolumen für das Suchbegriffspaar „Aktien Short“ erreichte erst unlängst ein Jahreshoch. Dennoch nehmen die meisten Privatanleger Abstand davon.

Hedgefonds können mit Shorts unterdessen das große Geld machen. Alleine im Mai machten unregulierte Investmentfonds mit Shortwetten am US-Markt Gewinne in Höhe von 144 Milliarden US-Dollar. Alleine am Absturz der Tesla Aktien verdienten diese 6 Milliarden US-Dollar.

Die Stimmung an den Börsen ist angespannt, oder aber, in Teilen geradezu panisch. Der Fear & Greed Index von CNN, welcher die Einschätzung der Marktteilnehmer wiedergibt, notiert bei 26, nur marginal oberhalb der Schwelle „extremer Furcht“. Wie die Infografik aufzeigt, sind die Anleger bei Kryptowährungen besonders pessimistisch. Das Stimmungsbarometer von alternative.me notiert bei 11, längst im Bereich der „extremen Furcht“ angesiedelt. Der Maximalwert von 100 steht für das Höchstmaß an Euphorie.

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