Hitliste der Finanzvertriebe: DVAG ist die Nummer 1

Die Umsatzentwicklung mit Finanzprodukten war 2009, ein Jahr nach der Finanzkrise, nicht berauschend. Welche Finanzvertriebe sich aus dem Umsatztief befreien konnte, zeigt die Cash.-Hitliste. Zudem: Was an der Marktkonsolidierung der Branche wirklich dran ist.

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Text: Katja Schuld

Nachdem im Jahr 2009 für viele Finanzvertriebe die Entwicklung der Erlöse im Vergleich zu 2008 mit einem negativen Vorzeichen behaftet war, ging es 2010 darum, sich aus dem Umsatztief zu befreien. Das ist dem Gros der Unternehmen offensichtlich gelungen, wie die aktuelle Cash.-Hitliste der Vertriebe zeigt, die bereits zum 21. Mal erhoben wurde.

Bei den Allfinanzvertrieben verteidigt die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) auch in diesem Jahr wieder den Spitzenplatz, obwohl die Erlöse bei den Frankfurtern immer noch ein negatives Vorzeichen tragen. Nach zehn Prozent Umsatzeinbruch sind es für 2010 noch rund minus drei Prozent. Auch der in 14 Ländern aktive Kölner Finanzkonzern OVB hatte ein Minus bei den Erlösen zu verkraften. Im Vergleich zum Vorjahr 2009 mit knapp minus 23 Prozent ist der Rückgang mit etwas mehr als minus zwei Prozent in 2010 jedoch vergleichsweise gering. Dazu beigetragen hat vor allem die Region Mittel- und Osteuropa, während es im deutschen Heimatmarkt weiterhin keine positiven Umsätze gab.

Beim Wieslocher Finanzvertrieb MLP und der Postbank Finanzberatung mit Sitz in Hameln entwickelten sich die Geschäfte ebenfalls nur schleppend. Aufwärts ging es hingegen für den Hannoveraner Finanzvertrieb AWD, der nach einem zweistelligen Umsatzeinbruch im unteren Bereich im letzten Jahr ordentlich Federn lassen musste und nun ein kleines Plus von rund 3,5 Prozent erwirtschaftet hat.

Bei den Spezialvertrieben der geschlossenen Fonds hat sich die Lage nach den hohen Verlusten im Jahr 2009, die zumeist im zweistelligen Bereich lagen, entspannt. Aufwärts ging es hier unter anderem wieder für die Münchener Efonds Solution, den Wieslocher Vertrieb Brenneisen Capital und den in Hamburg ansässigen Vertrieb Feedback, der allerdings noch ein kleines Umsatzminus für 2010 verbuchte.

Auf Erholung stehen die Zeichen auch bei den Spezialvertrieben der Investmentfonds, die nach Einbrüchen in den Vorjahren im Geschäftsjahr 2010 wieder zulegen konnten. Eine kleine Neuerung gab es in der Sparte Immobilien und Baufinanzierung, die in diesem Jahr das erste Mal geteilt wurden. Insgesamt hebt sich der Münchener Spezialvertrieb für Baufinanzierung Interhyp ab und kann nach einem Umsatzminus von knapp 25 Prozent im Jahr 2009 mit rund 48 Prozent wieder ein Plus aufweisen.

Seite 2: Die detaillierten Ergebnisse

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