8. Juli 2016, 10:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Brexit: Konsumlaune in Großbritannien bricht ein

Die Hinweise auf ernste Folgen für die britische Wirtschaft durch das Brexit-Votum verdichten sich. Eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK unter britischen Verbrauchern zeigte einen heftigen Stimmungseinbruch. Der Stimmungsindex sei um acht Punkte auf minus neun Zähler gefallen, teilte die GfK Group am Freitag mit. Dies ist der stärkste Einbruch seit über 21 Jahren.

Brexit: Einbruch der Konsumlaune in Großbritannien

Nach Brexit-Votum: Eine aktuelle Umfrage offenbart den stärksten Einbruch der Konsumlaune seit 21 Jahren in Großbritannien.

Die Umfrage der GfK-Marktforscher erfolgte im Zeitraum vom 30. Juni bis 5. Juli, also deutlich nach der Bekanntgabe des Brexit-Votums am 24. Juni. Einen ähnlich starken Einbruch der Konsumlaune hatte es zuletzt im Dezember 1994 gegeben, als die Kauflaune unter anderem unter einer Erhöhung der Steuern und Sozialabgaben gelitten hatte.

GfK-Experte Joe Staton sprach von einer “Periode der Unsicherheit” in Großbritannien. Bei den Unterindikatoren des Konsumklimas habe es den stärksten Rückgang bei der Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten gegeben.

Berenberg-Bank: Stimmungseinbruch nicht überbewerten

Experte Holger Schmieding von der Berenberg-Bank sagte aber, der Stimmungseinbruch bei den Konsumenten sollte nicht überbewertet werden. Es gebe nur einen begrenzten Zusammenhang zwischen der Konsumlaune und den aktuellen Ausgaben der Verbraucher an den Ladentheken. Sollten sich aber die Bedenken der Briten über die weitere Entwicklung am Immobilienmarkt verstärken, schätzte Schmieding das Risiko einer Rezession in Großbritannien als sehr hoch ein.

Zuletzt hatten zahlreiche Immobilienfonds in Großbritannien Auszahlungen an die Anleger vorerst ausgesetzt und die Furcht vor einer Krise auf dem Immobiliensektor geschürt. Zuvor hatte sich bereits die Stimmung im britischen Dienstleistungssektor laut dem Forschungsinstitut Markit im Juni stärker als erwartet eingetrübt. Die Umfrage wurde allerdings noch größtenteils vor der Brexit-Entscheidung durchgeführt. Markit-Chefökonom Chris Williamson warnte vor einer möglichen Schrumpfung der Wirtschaft in den kommenden Monaten. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Die Top 5 der Woche: Versicherungen

Welche Versicherungsthemen stießen bei den Lesern von Cash.Online in dieser Woche auf besonders großes Interesse? Das neue wöchentliche Ranking zeigt es auf einen Blick.

mehr ...

Immobilien

Realitäts-Check: Wann lohnt sich eine Modernisierung?

Häuser aus der Bauboomphase der 1950er- bis 1970er-Jahre werden für Kaufwillige immer ­interessanter. Doch jede Bauepoche hat ihre Eigenheiten. Käufer sollten auf Expertenrat setzen.

mehr ...

Investmentfonds

Die Top 5 der Woche: Investmentfonds

Welches sind die fünf relevantesten Meldungen der letzten Woche im Investmentfonds-Ressort? Finden Sie heraus, welche Themen die Cash.-Online-Leser in der vergangenen Woche am meisten interessiert haben:

mehr ...

Berater

Commerzbank: EZB lässt Aktionäre jubeln

Die Commerzbank muss künftig weniger Kapital vorhalten. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe die bankspezifischen Kapitalanforderungen (“Pillar 2”) um 0,25 Prozentpunkte auf 2 Prozent gesenkt, teilte das Kreditinstitut am Freitag in Frankfurt mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Welche Themen stießen in dieser Woche auf das größte Interesse bei den Lesern von Cash.Online? Im neuen wöchentlichen Ranking finden Sie die fünf meistgeklickten Beiträge im Ressort Sachwertanlagen.

mehr ...

Recht

Top-Juristen gegen Provisionsdeckel

Ein Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wäre sowohl verfassungsrechtlich als auch europarechtlich unzulässig. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Rechtsgutachten, die auf Veranlassung der Vermittler-Berufsverbände AfW und Votum sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Versicherungsmakler (BFV) erstellt wurden.

mehr ...