11. April 2019, 18:44
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Saftiger Bußgeldbescheid der BaFin

Die Finanzaufsicht BaFin hat der einstigen Schiffs-AG Marenave (heute: Marna Beteiligungen AG) wegen einer scheinbaren Lappalie ein Bußgeld aufgebrummt, das einem Drittel des Eigenkapitals entspricht. Das Unternehmen wehrt sich, landet jedoch erst einmal am “BaFin-Pranger”.

 

Bildschirmfoto-2019-03-29-um-13 03 21 in Saftiger Bußgeldbescheid der BaFin

Die Meldung über den Bußgeldbescheid veröffentlichte die BaFin zeitgleich mit einer “Aktualisierung”.

Eigentlich berichtet Cash.Online grundsätzlich nicht über die Bußgelder, die am “BaFin-Pranger”, also auf der Website der Finanzaufsicht, veröffentlicht werden. Dieser Fall jedoch ist eine Ausnahme.

Demnach hat die BaFin der Marna Beteiligungen AG einen Bußgeldbescheid über nicht weniger als 450.000 Euro zugestellt. Das Versäumnis: Das Unternehmen “hatte der Öffentlichkeit den Konzernhalbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2017 nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt”, so die Mitteilung der Behörde.

Ein Drittel des Eigenkapitals

Die Beamten stufen die scheinbare Lappalie offenbar als schweres Vergehen ein. Denn das Bußgeld entspricht nach Angaben von Marna glatt einem Drittel ihres Eigenkapitals (Stand 31. Dezember 2018) von knapp 1,35 Millionen Euro.

Das ehemalige Schifffahrtsunternehmen, das bis Mitte 2018 noch Marenave hieß, hat zudem einige Turbulenzen hinter sich. Es war einst von König & Cie. als erste Schifffahrts-AG an die Börse gebracht worden, geriet im Zuge der Krise jedoch ins Straucheln und wurde nach einigem Hickhack sowie dem Ausscheiden des späteren Großaktionärs Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) im vergangenen Jahr umbenannt.

Marna informierte schon Anfang des Monats über den Bußgeldbescheid in “überraschender Höhe” und kündigte an, Einspruch dagegen einzulegen. Demnach hat das Unternehmen den Bescheid der BaFin vom 28. März am 1. April 2019 erhalten. Um einen Aprilscherz handelte es sich jedoch keineswegs.

Seite 2: Nur knapp drei Monate zu spät

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Lebensversicherungen: GDV meldet Zuwachs bei Auszahlungen

Die deutschen Lebensversicherer haben 2019 deutlich mehr an ihre Kunden ausgezahlt als ein Jahr zuvor. Auch das bei Lebensversicherern angesparte Geldvermögen legte zu, meldet der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Investmentfonds

Coronakrise: HWWI-Chef plädiert für Grundeinkommen

Am 2. April war der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Professor Dr. Henning Vöpel zu Gast auf dem Roten Sofa in der NDR-Sendung “DAS!”. Dabei sagte er dramatische wirtschaftliche Auswirkungen durch die Corona-Pandemie voraus und erläuterte seine unkonventionelle alternative Lösung zum Hilfspaket der Bundesregierung. 

mehr ...

Berater

Sucht: Aus der Bodenlosigkeit die Kontrolle zurückgewinnen

Suchtproblematik am Arbeitsplatz – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Neuer Mieterschutz in Kraft: Wie Sie durch die Krise kommen

Ab heute gilt für Mieterinnen und Mieter, die durch finanzielle Einschnitte in besonderem Maße von der Corona-Krise betroffen sind, ein erweiterter Kündigungsschutz. Es ist aber für Betroffene laut GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen weitere Unterstützung nötig.

mehr ...