Privatinsolvenzen trotz Pandemie kein Thema

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Trotz der zum Teil einschneidenden Folgen durch die Coronapandemie blieb eine befürchtete Insolvenzwelle größeren Ausmaßes bislang aus. Und auch im Kreditgeschäft läuft, wie es scheint, alles problemlos.

In Deutschland wurden 2020 deutlich weniger Privatinsolvenzen angemeldet, die Zahl verringerte sich um etwa ein Drittel auf 41.800. Auch die Anzahl der neu abgeschlossenen Kreditverträge sank um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht.

97,9 Prozent der Konsumentenkredite wurden im Corona-Krisenjahr 2020 ordnungsgemäß zurückgezahlt. Dies geht aus Daten einer „Schufa“-Erhebung hervor. Hieraus geht zudem hervor, dass die Wirtschaftsauskunftei bei 9 Prozent der Bundesbürger ein Negativmerkmal gespeichert hat. Deutlich niedriger ist der Wert indes in Baden-Württemberg (7,1 Prozent) und Bayern (6,6 Prozent).

Indes zeigt die Infografik, dass immer weniger Bundesbürger auf Google nach „Insolvenz“ suchen. Im Frühjahr 2021 rangierte der Google-Trend-Score, der das relative Suchvolumen angibt, sogar auf dem tiefsten Stand seit 5 Jahren.

Insgesamt gab es im Vorjahr 75.044 Insolvenzen in der Bundesrepublik – ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Einige sind der Auffassung, dass dies vor allen Dingen an der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht begründet liegt. Dem widerspricht allerdings das geringe Google-Suchvolumen.

Insgesamt, so scheint es, kommen die Bürger Deutschlands zumindest in finanzieller Hinsicht gut über die Pandemie. Es werden weniger Konsumentenkredite aufgenommen, die bestehenden wiederum werden in 97,9 Prozent der Fälle ordnungsgemäß abbezahlt, und auch in puncto Insolvenzen gibt es einen erfreulichen Trend. Deutlich anders sieht es bei der öffentlichen Staatsverschuldung aus: Diese kletterte von 1.899 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf 2.068 Milliarden Euro im Jahr 2020.

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