6. Juni 2017, 11:21
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Ein Vorgeschmack auf Rot-Rot-Grün?

SPD und Grüne stoßen auch bei diesen Themen grundsätzlich in das gleiche Horn, und erinnert sei an die wirren Vorstellungen der Linkspartei von einem “EU-Finanz-TÜV”. Der aktuelle Antrag der Linken ist somit vielleicht auch ein weiterer Vorgeschmack darauf, welche Art von Politik im Fall einer rot-rot-grünen Koalition auch der Finanzbranche bevorstehen könnte.

Dass die SPD, die in den letzten Jahren schließlich recht realistische Politik gemacht oder zumindest mitgetragen hat, das Schlimmste verhindern wird, ist keinesfalls sicher. Es ist davon auszugehen, dass eine rot-rot-grüne SPD anders wäre als eine Groko-SPD.

Darauf jedenfalls lässt ein Antrag der grünen Bundestagsfraktion zur Begrenzung der Absetzbarkeit von Managergehältern auf 500.000 Euro jährlich schließen, der kürzlich im Finanzausschuss behandelt wurde.

Noch Groko-Fesseln bei der SPD

Der Antrag wurde zwar mit den Stimmen der großen Koalition, also auch der SPD, abgelehnt. Laut dem vergangene Woche veröffentlichten Protokoll der Ausschusssitzung hält die SPD diesen staatlichen Eingriff in die Vertragsfreiheit aber eigentlich für richtig und hätte dem Antrag zugestimmt, wenn sie nicht in der Groko festhängen würde. Die Linkspartei hat sich enthalten – aber nur deshalb, weil der Antrag ihr nicht weit genug ging.

Nun handelt es sich wohl schon ein stückweit auch um Getöse im beginnenden Wahlkampf, und nicht alles ist für bare Münze zu nehmen. Sicher jedoch ist: Mit Rot-Rot-Grün würde es für die Branche nicht eben gemütlicher werden, und die Hoffnung auf einen mäßigenden Einfluss der SPD könnte sich als trügerisch erweisen.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse und betreut das Cash.-Ressort Sachwertanlagen. Er beobachtet den Markt der Sachwert-Emissionen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit mehr als 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

Foto: Florian Sonntag

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