20. Dezember 2019, 13:49
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Das war 2019 für Sachwerte: Zäh mit fulminantem Endspurt

Die Branche der Sachwertanlagen hat ein Jahr hinter sich, das in punkto Neu-Emissionen erneut schleppend verlief. Und doch ist kräftig Bewegung in den Markt gekommen, vor allem im letzten Quartal. Der Löwer-Kommentar

Bildschirmfoto-2019-11-25-um-14 54 11 in Das war 2019 für Sachwerte: Zäh mit fulminantem Endspurt

“Donald Trump hin oder her: US-Immobilienfonds sind offenbar en vogue.”

Lediglich 25 neue alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger hat das zu Cash. gehörende Analysehaus G.U.B. im Jahr 2019 bis einschließlich 18. Dezember in der (nicht immer ganz aktuellen) Datenbank der Finanzaufsicht BaFin, in Pressemitteilungen und durch direkte Informationen seitens der Anbieter gezählt.

Selbst wenn vielleicht noch ein paar bisher geheime Fonds in der BaFin-Datenbank nachgetragen werden, ist absehbar, dass die Zahl neuer Publikums-AIFs 2019 wohl kaum über der Zahl des Vorjahres (32) liegen wird, wahrscheinlich spürbar darunter. Damit steht fest: Jedenfalls in diesem Punkt ist die erhoffte Markterholung auch in diesem Jahr ausgeblieben.

Vermögensanlagen um zwei Drittel eingebrochen

Noch weitaus düsterer sieht es bei Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) aus. Hier hat sich der negative Trend des ersten Halbjahres fortgesetzt. Mit bislang 22 neuen Prospekten im Bundesanzeiger ist die Summe der Emissionen gegenüber dem Vorjahr um annähernd zwei Drittel eingebrochen.

Ein Gutteil des Rückgangs geht wie bereits berichtet auf die Kappe der Bürgerwindparks, deren gesetzliche Rahmenbedingungen sich – entgegen den Beteuerungen der Politiker – erheblich verschlechtert haben, die aber ohnehin keine Relevanz für den überregionalen Vertrieb haben. Aber auch Direktinvestments und Nachrangdarlehen sind spürbar zurückgegangen. Hier macht sich neben der P&R-Pleite aus 2018 wohl auch die restriktivere Politik der BaFin bemerkbar.

Nur Trübsal also? Nein. Vor allem im vierten Quartal 2019 ist zumindest das Segment der AIFs noch kräftig in Bewegung geraten. Das betrifft weniger die Anzahl neuer Fonds als die Anzahl der Akteure. Insgesamt sind 2019 nicht weniger als fünf Unternehmen neu in den Markt gestartet und zudem vier etablierte Häuser nach längerer Auszeit zurückgekehrt, die meisten davon in den letzten drei Monaten.

Seite 2: Fünf Neulinge mit Service-KVG

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