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8. Juni 2009, 00:00
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Allianz: Aktien schließen Finanzierungslücke im Mittelstand

Der Münchner Allianz-Konzern hat einen 18-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem das Aktiensparen und damit die Eigenkapitalausstattung der deutschen Mittelständler verbessert werden soll.

Deutschlands größtem Versicherer zufolge sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) hierzulande im internationalen Vergleich unterkapitalisiert. Dieser Aspekt werde im Krisenumfeld zum Schlüsselthema, weil Eigenkapital die wichtigste Basis für die Unternehmensfinanzierung sei.

KMU-Eigenkapitalquoten ausbaufähig

?Besonders dramatisch ist, dass den Investoren in Deutschland gerade jetzt die Anreize fehlen, sich an Unternehmen zu beteiligen?, erklärte Allianz-Chef Michael Diekmann bei der Vorstellung des Thesenpapiers seines Hauses.

Ein wesentliches Problem sieht Diekmann in der mangelnden Attraktivität von Aktieninvestments. Die Allianz kritisiert unter anderem, dass Börsenengagements steuerlich benachteiligt und gegenüber anderen Anlageformen unzureichend gefördert werden. Diese Negativfaktoren drohten, den Aufschwung zu bremsen, so das Unternehmen.

Gegensteuern will der Versicherungsriese mit 18 Vorschlägen für die Bereiche Anlegerschutz, Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung, Besteuerung sowie Aufsicht und Rechnungslegung.

Finanzbildung in der Schule und “Führerschein Geld”

Der Konzern plädiert unter anderem für besser verständliche Produktinformationen, die durch europaweite Standards vergleichbar gemacht werden. Zudem solle der Finanzbildung in der Schule mehr Platz eingeräumt werden. Die Allianz regt außerdem einen ?Führerschein Geld? an, der als Standard für Verbraucherschützer und Anbieter gilt.

Darüber hinaus sollten mehr Anreize für Modelle der Mitarbeiter-Kapitalbeteiligungen geschaffen werden. Um die Verbreitung zu fördern, fordert die Allianz, auch Lebensversicherer als Anbieter zuzulassen.

Weiter spricht sich die Versicherung dafür aus, Aktiensparer steuerlich zu entlasten, das Aufsichtssystem europaweit zu vereinheitlichen und die Abschreibungsregeln in der Rechnungslegung zu lockern. (hb)

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