Provisions-Irrsinn: PKV funkt SOS an Bafin

Die privaten Krankenversicherer (PKV) leiden einem Medienbericht zufolge so stark unter gegenseitigen provisionsgetriebenen Abwerbeaktionen, dass sie sich nun an die Bafin gewendet haben, um den Konkurrenzkampf zu regulieren. Branchenvertreter sollen bei der Finanzaufsicht vorgefühlt haben, ob dem Problem über eine Deckelung der Provisionshöhe beizukommen sei.

rettungs fonds rettungsringDas berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD) unter Berufung auf Experten aus mehreren Assekuranz-Gesellschaften. „Ohne staatliche Hilfe kriegen wir das Problem nicht in den Griff“, zitiert die FTD ein nicht näher genanntes Vorstandsmitglied.

Die Situation sei sehr ernst und könne den Ruf der privaten Krankenversicherer nachhaltig beschädigen. Die Aufsicht könnte über Änderungen in der Kalkulationsverordnung der Branche neue Spielregeln vorgeben.

Dem Bericht nach wird der Konkurrenzdruck beim Werben um Neukunden unter den 46 privaten Krankenversicherern zunehmend zur Belastung für die Branche. Den Vermittlern, vor allem Großvertrieben, würden immer höhere Provisionssätze geboten.

Laut FTD sind inzwischen einige Versicherer bereit, Vertrieben inklusive Marketing- oder IT-Zuschüssen 14 und mehr Monatsbeiträge als Provision zu zahlen. Bis vor wenigen Jahren seien zwölf Monatsbeiträge die absolute Spitze gewesen. (hb)

Foto: Shutterstock

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