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7. März 2011, 11:39
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Stuttgarter-Chef: „Schwaben geizen nicht mit Service“

Frank Karsten ist seit Mitte letzten Jahres Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Versicherung. Cash. sprach mit ihm über die ersten Ergebnisse und Erfahrungen sowie die künftigen Herausforderungen seiner Tätigkeit.

Frank-Karsten in Stuttgarter-Chef: „Schwaben geizen nicht mit Service“

Cash.: Im Mai 2010 haben Sie den Chefsessel bei der Stuttgarter übernommen. Wie hat sich Ihr neues Haus in dem nicht einfachen Jahr für die Branche geschlagen?

Karsten: Wir haben uns wie schon im Vorjahr auch 2010 gut behaupten können. Im Lebensversicherungsgeschäft sind wir – anders als der Markt – in allen Bereichen nochmals gewachsen. Bei den laufenden Beiträgen haben wir einen Zuwachs von knapp fünf Prozent erzielen können, während der Markt um zwei Prozent nachgelassen hat. Zum Wachstum hat auch das Einmalbeitragsgeschäft beigetragen. Dort kommen wir allerdings von einem extrem niedrigen Niveau. Und wir haben Regeln geschaffen, die einerseits das Kollektiv schützen und uns andererseits die Möglichkeit eröffnen, Kunden, die tatsächlich kein Arbitragegeschäft, sondern eine sinnvolle Kapitalanlage wollen, eine attraktive Option zu bieten. Zudem ist immer auch zu hinterfragen, um welche Art von Einmalbeitragsgeschäft es sich inhaltlich handelt. Da wir allein in der betrieblichen Altersversorgung ein Wachstum von fast 120 Prozent haben und dort stets ein hoher Einmalbeitragsanteil anfällt, stammt daher natürlich schon ein gewisser Teil des Wachstums.

Cash.: Gibt es Rahmenbedingungen für das Einmalbeitragsgeschäft in Ihrem Haus?

Karsten: In der Vergangenheit haben wir uns gegenüber dem Einmalbeitragsgeschäft stets sehr zugeknöpft gezeigt. Diese restriktive Haltung haben wir mit verschiedenen Maßnahmen dergestalt fortgesetzt, dass wir zum Einen Höchstbeiträge definiert haben. So sind wir eher in kontrollierbaren Größen von unter 100.000 Euro aktiv. Zum Anderen sind die Tarifkonstellationen so gestaltet, dass eine Vertragsbindung von weniger als drei Jahren absolut unrentabel für den Investor ist. Damit haben wir Regeln geschaffen, die auf der einen Seite das Kollektiv schützen und uns auf der anderen Seite die Möglichkeit eröffnen, Kunden, die tatsächlich kein Arbitragegeschäft, sondern eine sinnvolle Kapitalanlage wollen eine attraktive Option zu bieten.

Cash.: Wie viele Mitbewerber haben Sie Ihre Überschussbeteiligung aktuell gesenkt

Karsten: …von 4,6 auf 4,4 Prozent. Auf diesem Niveau und mit einer Gesamtverzinsung von über fünf Prozent liegen wir im Marktvergleich in der absoluten Spitzengruppe. Ich gehe zudem fest davon aus, dass wir das Niveau nicht nur halten, sondern auch ausbauen werden. Langfristig wird das auch positive geschäftliche Konsequenzen mit sich bringen. Qualität, Nachhaltigkeit und finanzielle Solidität eines Unternehmens rücken immer mehr in den Vordergrund.

Seite 2: Karsten über die Notwendigkeit und Wirkung von Imagekampagnen

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