Versicherungsbetrug: Assekuranz will bei Smartphone-Schäden ganz genau hinschauen

Der Smartphone-Hersteller Samsung hat in der vergangenen Woche sein neuestes Modell vorgestellt – für die Schadenprüfer der Assekuranzen dürfte dies erhebliche Mehrarbeit nach sich ziehen. Um Versicherungsbetrug auszuschließen, kündigt die Branche genaue Prüfungen an.

Um die neuesten Smartphone-Modelle finanzieren zu können, begingen manche Menschen Versicherungsbetrug, teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. „Versicherungsbetrug findet besonders häufig bei technischen Geräten, wie Smartphones und Tablet-PCs, statt“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des GDV.

Eine Auswertung der Branche habe ergeben, dass von rund 2.000 eingereichten Schäden an Smartphones und Tablets mehr als die Hälfte der Fälle nicht plausibel waren. Zudem würden sich die Schadenmeldungen besonders häufen, wenn eine neue Gerätegeneration auf den Markt komme, berichtet der GDV.

GDV: Jede Schadenmeldung wird geprüft

Aus diesem Grund ließen sich Versicherer die zerstörten Smartphones zuschicken und durch einen Gutachter prüfen, heißt es beim Verband. Demnach verfolgten rund 14 Prozent der Kunden ihre Forderung nicht weiter, nachdem der Versicherer eine Überprüfung des Schadens durch einen Sachverständigen angekündigt hatte.

Kann der Versicherungsbetrug nachgewiesen werden, können die Folgen für den Kunden nach GDV-Angaben erheblich sein: „Der Versicherer zahlt nicht für den Schaden, er kann den Vertrag kündigen, die Sachverständigenkosten vom Anspruchsteller zurückverlangen und den Fall zur Anzeige bringen“, zählt der Verband auf.

„Versicherer sind gegenüber der ganz großen Mehrzahl ehrlicher Kunden in der Pflicht, Betrug zu bekämpfen. Daher prüfen sie jeden Schaden, egal wie hoch er ist“, so von Fürstenwerth. (lk)

Foto: Shutterstock

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