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26. Mai 2014, 08:35
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“Positive Perspektiven für Krankenzusatzversicherungen”

Thomas Soltau leitet seit Ende 2013 das Deutschlandgeschäft der Schweizer CSS Versicherung. Er spricht über das Restrukturierungsprogramm seines Hauses, das Marktpotenzial für Krankenzusatzversicherungen und erläutert, was das deutsche Gesundheitssystem von der Schweiz lernen kann.

CSS Versicherung

“Aus unserer Sicht sollten insbesondere die Kleinsten im Krankheitsfall die bestmögliche Versorgung bekommen.”

Cash.Online: Ende Februar trat Ihr Haus Gerüchten entgegen, wonach ein Rückzug aus Deutschland bevorstehen soll. Der deutsche Markt bleibe “strategisch interessant”, erklärte die CSS. Allerdings soll es “schlankere Strukturen” geben. Was bedeutet das konkret?

Soltau: Der deutsche Markt bleibt für die CSS Versicherung attraktiv. Im Vergleich zu der Schweiz sind viele Deutsche noch nicht mit einer Zusatzversicherung ausgestattet – und vor dem Hintergrund der steigenden Kosten im Gesundheitswesen, dem demografischen Wandel und der zu erwartenden weiteren Ausdünnung des Leistungskatalogs in der gesetzlichen Krankenversicherung gehen wir von sehr positiven Perspektiven für Krankenzusatzversicherungen aus. Laut PKV-Verband haben in Deutschland erst rund 23,5 Millionen Menschen eine Zusatzversicherung.

Zu Ihrer Frage nach den “schlanken Strukturen”: Die CSS Versicherung hat vor gut zwei Jahren entschieden, eigene operative Einheiten in Vaduz aufzubauen, um einen Teil der Leistungsabwicklung selbst zu übernehmen. Im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen unseres Hauses sind wir zu dem Schluss gekommen, die Leistungsabwicklung aus Kostengründen vollständig auf unseren bewährten Dienstleistungspartner auszulagern und uns wieder auf die reine Steuerungs- und Managementfunktion zu fokussieren.

Im Kern haben wir die schlanken Strukturen durch die Auslagerung des Leistungsbereichs geschaffen. Punktuell haben wir allerdings auch in anderen Bereichen Prozesse optimiert und die Strukturen angepasst.

Es hieß, die CSS optimiere in diesem Zusammenhang auch die persönliche Betreuung der Vertriebspartner. Reagieren Sie damit auf die Beschwerden von Maklern, die zuletzt einen deutlichen Abbau in der Maklerbetreuung der CSS beklagten?

Die Maklerbetreuung wurde nicht abgebaut. Es gab lediglich personelle Änderungen. Der Vertriebsweg Makler ist unser wichtigstes Distributionsverfahren. Wir wollen weiterhin als Partner der Makler im Markt auftreten. Nach wie vor werden unsere Vertriebspartner durch drei Regionalvertriebsleiter, unsere VertriebsLine und unseren Abteilungsleiter Vertrieb betreut.

Den Rechtsstreit, den die CSS mit einer Maklergesellschaft führte, weil diese ihre Kunden vor vermeintlichen Verzögerungen in der Leistungsregulierung unterrichtete, fassten einige Makler als Einmischung in die Ausübung der Betreuungspflichten auf. Wie gehen Sie mit diesem Vorwurf um?

Diese Auseinandersetzung rührt aus dem Frühjahr 2012. Zum damaligen Zeitpunkt haben wir uns zu der Auseinandersetzung geäußert. Wir schauen nun nach vorn. Kleine Anmerkung am Rande: Wir haben mit der Maklergesellschaft Frieden geschlossen und gehen freundschaftlich miteinander um.

Seite zwei: “Wollen wieder für Schwung in der Branche sorgen”

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