Stuttgarter weist Gesamtkostenquote aus

Die Stuttgarter Lebensversicherung weist ab sofort die Gesamtkostenquote und die jährliche Wertentwicklung bei allen kapitalbildenden Tarifen aus. Bislang ist die Gesamtkostenquote nur bei geförderten Altersvorsorgeprodukten gesetzlich vorgeschrieben.

Ralf Berndt: „Aus unserer Sicht ist eine Pflicht zur Veröffentlichung der Gesamtkostenquote wünschenswert.“

Mit der Gesamtkostenquote im Produktinformationsblatt schaffe man Transparenz, so die Stuttgarter, indem für jeden Vertrag schon vor dessen Abschluss die Nettorendite dargestellt werde. Bei klassischen Tarifen berücksichtigt die Gesamtkostenquote neben den laufenden Verwaltungskosten auch die einmaligen Abschluss- und Vertriebskosten. Bei fondsgebundenen Tarifen fließen zusätzlich die Kosten ein, die für die Verwaltung der Fonds anfallen.

„Aus unserer Sicht ist eine Pflicht zur Veröffentlichung der Gesamtkostenquote wünschenswert“, sagt Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing. „Angesichts der aktuellen Herausforderungen des Marktes für die Lebensversicherung in Deutschland wird eine größtmögliche Transparenz für das Vertrauen in Gesellschaften und deren Produkte immer wichtiger.“

Stuttgarter setzt GDV-Empfehlung um

Mit der Veröffentlichung der Gesamtkostenquote folgt der Versicherer einer Empfehlung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der seinen Mitgliedern eine offene Preis-Leistungs-Darstellung nahelegt. Die Stuttgarter sieht den jetzigen Schritt als „konsequente Fortführung“ ihrer 2008 gestarteten Transparenz-Initiative, die mit dem Ausweis der Abschluss- und Verwaltungskosten begann.

Seit 2012 werden zudem die Rückvergütungen für Fonds – die sogenannten Kickbacks – ausgewiesen und an die Kunden weitergegeben. Ebenfalls seit 2012 legt das Unternehmen durch die Darstellung des „Volatium-Profils“ bei ihren Hybrid-Produkten die Verteilung der Rendite-Wahrscheinlichkeiten offen. (lk)

Foto: Stuttgarter

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