Anzeige
15. Mai 2014, 09:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Altersvorsorge: Deutsche fürchten geringere Erträge

Eine Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) rechnet damit, dass ihre langfristige Vorsorge unter der Konsolidierung der Staatsfinanzen in der Europäischen Union (EU) leidet. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Der deutschen Wirtschaft bescheinigen die Bundesbürger hingegen beste Aussichten.

Steuerzahler

Klaus Morgenstern, DIA: “Die Altersvorsorgesparer sind neben den Steuerzahlern diejenige Gruppe der Bevölkerung, die hauptsächlich die Kosten für die Überwindung der Euro-Schuldenkrise schultern müssen.”

Unter Berücksichtigung der Befragten, die zumindest mit teilweisen Auswirkungen der Konsolidierungspolitik rechnen, sehen mehr als 90 Prozent der Deutschen ihre langfristige Vorsorge beeinträchtigt. Dabei gebe es über alle Altersgruppen hinweg eine klare Übereinstimmung in dieser Einschätzung, erklärt das DIA.

Sorge vor Erstarken eurokritischer Kräfte

Bestrebungen eurokritischer Kräfte zu einer “Re-Integration” in Europa oder gar ein Auseinanderbrechen des Euroraumes halten vier von zehn Befragten für eine Belastung für die Volkswirtschaften und Finanzsysteme und damit zugleich für eine Bedrohung ihrer Altersvorsorge. Auch hier fielen die Einschätzungen in den einzelnen Altersgruppen nahezu übereinstimmend aus, heißt es.

Optimistische Sicht auf Deutschland

Die Position Deutschlands bewerten die Deutschen deutlich optimistischer als die europäische Gesamtlage. Knapp vier Zehntel der Befragten sind der Ansicht, dass Deutschland trotz der Belastungen aus der Eurokrise wieder zur früheren wirtschaftlichen Stärke zurückgefunden habe.

Das helfe auch den hiesigen Alterssicherungssystemen, so das DIA. So profitierten von einer hohen Beschäftigung die Umlagesysteme der gesetzlichen Rentenversicherung durch mehr Beitragszuflüsse. Damit steige auch der Spielraum für die betriebliche und private Altersvorsorge.

“Die Altersvorsorgesparer sind neben den Steuerzahlern diejenige Gruppe der Bevölkerung, die hauptsächlich die Kosten für die Überwindung der Euro-Schuldenkrise schultern müssen”, sagt
DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. “Vielen ist das heute schon bewusst, auch wenn sie die tatsächlichen Auswirkungen erst in der Zukunft spüren werden.” (lk)

Foto: DIA

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Das Thema Altersvorsorge und gesetzliche Rente wird mittelfristig sehr große Probleme hervorrufen. Leider wird dann erst sehr spät reagiert.

    Kommentar von Honoro — 15. Mai 2014 @ 12:14

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trendprodukt Fondspolicen – Aktien Europa – Zweitmarkt 2018 – Andrang auf Zinshäuser 

Ab dem 25. Januar im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Ordnungspolitische Sünden am Fließband

Am vergangenen Freitag den zwölften Januar gingen die Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD zu Ende. Nun wird Kritik an der Entscheidung, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen laut – jedoch nicht wegen den Ergebnissen zu Altersvorsorge und Pflege.

Die Weirich-Kolumne

mehr ...

Immobilien

Immobilieninvestment 2018: Abkühlung auf hohem Niveau

Im vergangenen Jahr konnte der deutsche Markt für Immobilieninvestments fast überall kräftiges Wachstum verzeichnen. Wie sich die Branche 2018 weiterentwickeln wird, prognostiziert das Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2018 von EY Real Estate.

mehr ...

Investmentfonds

Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone

Die Eurozone scheint sich von ihrer Finanzkrise zu erholen. Doch führende französische und deutsche Ökonomen sind sich sicher, dass dieser Aufschwung nicht nachhaltig ist, sie schlagen in einem Papier grundlegende Reformen vor. Zu den Autoren zählen auch Clemens Fuest und Marcel Fratzscher.

mehr ...

Berater

Blau direkt startet Web-App

Der Maklerpool Blau direkt hat eine Web-App für die hauseigene Anwendung “simplr” gestartet. Wie das Lübecker Unternehmen mitteilt soll die Web-App Kunden unter anderem den Vorteil bieten, dass sie nicht erst auf dem Smartphone installiert werden muss und auf sämtlichen Endgeräten funktioniert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weiterer Chef bei Hamburg Trust

Der Hamburger Immobilien-Investmentmanager Hamburg Trust Grundvermögen und Anlage GmbH hat die Geschäftsführung ab dem 1. Januar 2018 durch Oliver Priggemeyer verstärkt.

mehr ...

Recht

Bundesbank-Vorstand: Bitcoin-Regulierung ist nur eine Frage der Zeit

Kryptowährungen wie Bitcoin sind in Deutschland bislang unreguliert, das wird sich bald ändern. Das geht aus einer Aussage des Vorstands der Deutschen Bundesbank, Joachim Wuermeling, hervor. Erste Schritte habe man bereits unternommen.

mehr ...