Anzeige
24. Juli 2014, 07:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mit welcher Versorgungslücke im Pflegefall zu rechnen ist

Die Lücke zwischen den gesetzlichen Leistungen, die man im Pflegefall erhält, und den tatsächlichen Kosten wird trotz aller Reformbemühungen dauerhaft deutlich steigen. Wie hoch die sogenannte Versorgungslücke werden kann, ist den meisten nicht klar.

Markus Hierl, Leiter Partnervertrieb DFV Deutsche Familienversicherung AG

Versorgungslücke

Das Pflegegeld liegt je nach Pflegestufe aktuell zwischen 120 und 700 Euro pro Monat und steht den Betroffenen zur freien Verfügung.

Die Große Koalition hat im Zuge der Pflegereform auch eine Erhöhung der Leistungen vorgesehen. So erfreulich diese Entscheidung auch ist, die finanziellen Belastungen der Menschen werden im Pflegefall dadurch aber kaum geringer. Denn bei weiterhin deutlich steigenden Pflegekosten wirkt die geplante Erhöhung um durchschnittlich 4 Prozent wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Durchschnittsrentner: Pflegebedürftigkeit existenzielles Problem

Das gilt vor allem, wenn der Pflegebedürftige nicht (mehr) über einen unterhaltspflichtigen Partner, Kinder oder verwertbares Vermögen verfügt. Und gilt besonders für Frauen, die im Vergleich zu Männern allein schon auf Grund ihrer um fünf Jahre längeren Lebenserwartung einem doppelt so hohen Pflegefallrisiko ausgesetzt sind.

Das Pflegegeld liegt je nach Pflegestufe aktuell zwischen 120 und 700 Euro pro Monat und steht den Betroffenen zur freien Verfügung. Bei häuslicher Pflege könnte es damit auch den pflegenden Angehörigen für deren Sonderaufwendungen oder etwaige Einkommensverluste zur Verfügung stehen.

Pflegesachleistungen werden dagegen nur für die nachgewiesene Inanspruchnahme eines professionellen Pflegedienstes gewährt und können je nach Pflegestufe zwischen 225 und 1.550 Euro betragen. Zwar sind beide Leistungen im Prinzip miteinander kombinierbar, jedoch immer nur bis zur Höhe der in der jeweiligen Pflegestufe maximal gezahlten Pflegesachleistung.

Was von der Rente übrig bleibt

Die meisten Betroffenen wollen im Pflegefall ambulant zu Hause gepflegt werden – am liebsten von Angehörigen. Dafür steht ihnen zum Beispiel in Pflegestufe II monatlich ein Pflegegeld von 440 Euro (525 Euro bei Demenz) zur Verfügung.

Können Angehörige die Pflege nicht übernehmen, sind die Betroffenen auf Pflegedienste angewiesen, die trotz bezahlter Sachleistungen eine erhebliche finanzielle Lücke entstehen lassen. Bei längerer Pflegebedürftigkeit oder im Falle einer in der Regel betreuungsintensiven Demenz sind selbst nichtberufstätige pflegende Angehörige meist auf die Mithilfe von Pflegefachkräften angewiesen.

Seite zwei: Beispielrechnungen offenbaren gravierende Finanzierungslücke

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

IDD: Mehr Umsatz für qualitätsorientierte Makler

Die Diskussion um die Umsetzung der IDD-Richtlinie wird oft auf die Frage verkürzt, ob in Honorar oder Provision die Zukunft der Bezahlung liegt oder was mit dem Provisionsabgabeverbot geschieht. Tatsächlich bringt die IDD weit mehr Komplexität und neue Pflichten für Berater mit sich. Und das ist heute bereits sicher.

mehr ...

Immobilien

Immobilienkauf: Wer haftet für Mängel?

Oft fallen Schäden an einer Immobilie erst nach dem Kauf auf. Ob dann der Verkäufer auch haftet, hängt davon ab, um welche Art von Mangel es sich handelt. Baufi24.de hat zusammengefasst, was Käufer wissen müssen.

mehr ...

Investmentfonds

“Bitcoin ist für fast jeden Investor zu riskant”

Der Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin ist aufgrund kürzlich erzielter Kurssteigerungen enorm. Dennoch rät die Münchner Privatbank Merck Finck Anlegern von Investments in Bitcoins derzeit ab.

mehr ...

Berater

Hauptstadtmesse: Fonds Finanz lädt nach Berlin

Am 12. September 2017 findet zum achten Mal die Hauptstadtmesse des Münchener Maklerpools Fonds Finanz im Estrel Hotel Berlin statt. Auf dem Programm stehen unter anderem über 80 Vorträge und eine Podiumsdiskussion zum Thema Riester-Rente.

mehr ...

Sachwertanlagen

WealthCap bringt weiteren Publikumsfonds

Der alternative Investmentfonds (AIF) “Portfolio 3” des Asset Managers WealthCap hat die Vertriebsfreigabe als regulierter Publikums-AIF erhalten. Er verfolgt eine “dreidimensionale Streuung”.

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...