24. Juli 2014, 07:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mit welcher Versorgungslücke im Pflegefall zu rechnen ist

Was heißt das zum Beispiel für einen pflegebedürftigen Rentner – nennen wir ihn Karl M. – in Pflegestufe II, der zu Hause versorgt wird?

Versorgungslücke

Hat Karl M. kein Vermögen, wird er seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können.

Die Beispiel-Rechnung macht klar: Hat Karl M. kein Vermögen, wird er seinen Lebensunterhalt unter diesen Umständen nicht mehr bestreiten können. Dabei ist in dieser Rechnung unberücksichtigt, dass die Durchschnittsrente Ende 2012 deutlich unter dem oben aufgeführten Betrag lag.

Frauen erhalten weniger Rente

Für Männer waren es 940 Euro in den alten und 949 Euro in den neuen Bundesländern. Bei den Frauen sogar nur 538 beziehungsweise 692 Euro im Monat. Die errechnete Versorgungslücke würde sich also deutlich erhöhen, wenn die Betroffenen nicht noch über weitere Einkünfte – etwa aus einer Riester– oder Betriebsrente – verfügen.

Versorgungslücke

Pflege im Heim ist günstiger, denn Kosten für Miete, Strom und Essen sind bereits inbegriffen.

Unterschiedlich hohe Versorgungslücke bei stationärer oder ambulanter Pflege

Auch dieses Ergebnis zeigt, dass selbst bei höheren eigenen Einkünften im Alter oder geringeren Kosten für “einzukaufende” Pflegedienstleistungen bei den meisten Betroffenen eine erhebliche Versorgungslücke übrig bleibt.

Sie ist im Falle der ambulanten Pflege sogar deutlich höher als bei stationärer. Denn bei Ersterer kommen die Kosten für Miete, Strom und Essen gesondert hinzu. Die finanzielle Lücke kann dann nur durch die Verwertung eventuell vorhandenen Vermögens (Ersparnisse, Immobilienbesitz) geschlossen werden.

Steht kein ausreichendes Vermögen zur Verfügung, müssen eventuell vorhandene Unterhaltspflichtige (Ehegatte, Kinder) je nach eigener Leistungsfähigkeit dafür aufkommen. Erst wenn das noch nicht reicht, übernimmt der Sozialhilfeträger den Rest.

Seite drei: Worauf es in der Pflegeberatung ankommt

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...