Anzeige
11. Juni 2014, 10:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zurich Versicherung fordert Umdenken bei Flutkatastrophen

Die Zurich Versicherung hat “ein radikales Umdenken” im Umgang mit Flutkatastrophen gefordert. Aus Sicht des Unternehmens muss mehr dafür getan werden, Schäden im Vorfeld zu verhindern. “Zwar spielt das Thema Versicherungsschutz eine zentrale Rolle, das Risikomanagement muss aber bereits in der Prävention starten”, sagte Ralph Brand, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe in Deutschland.

Flutkatastrophen: Zurich setzt sich für Aufklärung und Prävention ein

Ralph Brand: “Es muss vermehrt in vorbeugende Maßnahmen investiert werden.”

Das Unternehmen habe sich zu einem umfangreichen Programm zur Flutaufklärung und Prävention verpflichtet, so Brand, da weltweit mehr Menschen von Flutkatastrophen betroffen seien, als von jedem anderen Naturereignis. Allein der Gesamtverlust durch das Hochwasser 2013 beträgt laut Zurich zwischen 11,9 und 14 Milliarden Euro; versicherte Verluste werden dabei auf zwischen 2,4 und 3,8 Milliarden Euro geschätzt.

Zu wenig Investitionen in Vorsorge

Eine vom Versicherer in Auftrag gegebene Studie zeige, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu neun von zehn US-Dollar in Form von Unterstützung für die Notversorgung, Wiederaufbau und Erneuerung geflossen seien. Nur ein Dollar wurde demnach in vorbeugende Maßnahmen investiert. “Diese Bilanz muss sich ändern”, forderte Brand in einer Mitteilung. “Es muss vermehrt in vorbeugende Maßnahmen investiert werden. Bislang fokussieren wir zu stark einseitig darauf, sich nach einer Flut mit den Konsequenzen auseinander zu setzen.”

Die Zurich-Studie schlägt nach Angaben des Versicherers Handlungsrahmen vor, wie beispielsweise Gemeinden einer Flut besser standhalten können und dabei ihre finanziellen Mittel “bestmöglich einsetzen”. Die Empfehlungen unterstützten dabei, den Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen zu quantifizieren und gleichzeitig die Vorteile des präventiven Einsatzes aufzuzeigen, heißt es. Zurich teste diesen neuen Ansatz, indem Daten aus besonders flutgeplagten Ländern gesammelt werden. Man erhoffe sich dadurch, dass die Daten dabei unterstützen, “die besten Widerstandsstrategien der einzelnen Gemeinden zu identifizieren”.

Pflichtversicherung keine Lösung

Eine Hochwasser-Pflichtversicherung ist aus Sicht der Zurich keine Lösung. Er setze mehr auf Aufklärung als auf staatlich verordneten Zwang, so Brand. Im Falle einer Versicherungspflicht gegen Elementarschäden gebe es eine wachsende Gefahr der Vernachlässigung vorbeugender Hochwasserschutzmaßnahmen, betont der Zurich-Deutschland-Chef.

“Eine solche Pflichtversicherung würde eine Scheinsicherheit erzeugen und dringend notwendige vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen für Flussläufe und Gebäude erlahmen lassen”, warnt Brand. “Hier muss die Versicherungswirtschaft beratend einbezogen werden.” (lk)

Foto: Zurich

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...