Anzeige
Anzeige
27. Mai 2015, 11:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Digitaler Vertrieb: Profitabilität zweitrangig für Versicherer

Versicherer, die ihre Produkte über die eigene Webseite verkaufen, setzen vor allem auf eine hohe Abschlussquote. Dies geht jedoch oftmals zu Lasten des Profits, da Online-Produkte zu stark den Kundenwünschen angepasst würden, so das Ergebnis einer aktuelle Studie. Weniger als die Hälfte der Anbieter sei mit diesem Zustand glücklich.

Digitaler Vertrieb: Profitabilität ist zweitrangig

“Dass Handlungsbedarf in Sachen digital besteht, haben inzwischen alle verstanden”, sagt Dr. Dirk Schmidt-Gallas von Simon-Kucher. “Jedoch tun sich viele immer noch schwer damit, eine eigene Digital- und Multikanalstrategie aufzustellen und umzusetzen.”

Wie das Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners auf Basis einer Kurzstudie unter führenden Managern in Deutschland mitteilt, wollen die meisten Befragten (83 Prozent) mit dem digitalen Verkauf in erster Linie Abschlussquoten erhöhen. Verbesserung der Kundenzufriedenheit und der Verständlichkeit sowie intensiveres Cross-Selling stehen demnach an zweiter Stelle. Die Optimierung des Ertrags pro Kunde sowie das erzielte Prämienvolumen landete abgeschlagen weit hinten.

“Versicherer fahren dauerhaft besser, wenn sie auch nach Ertrag steuern”

“Die Studie bestätigt unsere Erfahrungen aus Projekten, nämlich dass der Abschluss und die damit verbundene Prämie zählt und nicht der im Verkauf erzielte Ertrag”, sagt Stefan Schmid, Studienleiter und Manager bei Simon-Kucher. “Versicherer fahren aber dauerhaft besser, wenn sie auch nach Ertrag steuern.”

Erfolgreicher digitaler Verkauf beginnt bei flexiblen Produkten

Als wichtigste Treiber für den erfolgreichen digitalen Verkauf nennen die Befragten in erster Linie flexible Produkte, die in den Verkaufsprozess integriert werden können (46 Prozent). Dann folgt die Preisgestaltung (29 Prozent), wobei diese laut Studie im Segment der Maklerversicherer (50 Prozent) am wichtigsten ist. Andere Kriterien wie Produktleistungen seien hingegen “irrelevant”, so die Berater.

Bei der Abstimmung der Kanäle hakt es noch

Die größten Herausforderungen sehen die Befragten derzeit in der Bereitstellung von Kundenportalen sowie in der digitalen Beratung mit individueller Produktempfehlung (93 Prozent). Beim Thema der Überleitung von Kunden zwischen den Kanälen sehen drei Viertel der Befragten noch große Schwierigkeiten. Dem Kunden adäquate Informationen digital bereitzustellen ist vergleichsweise einfacher zu handhaben (43 Prozent).

“Dass Handlungsbedarf in Sachen digital besteht, haben inzwischen alle verstanden”, sagt Dr. Dirk Schmidt-Gallas, Leiter des Versicherungsbereichs von Simon-Kucher. “Jedoch tun sich viele immer noch schwer damit, eine eigene Digital- und Multikanalstrategie aufzustellen und umzusetzen.” Aktuell arbeiteten die Versicherungsmanager genau an diesem Thema, so Schmidt-Gallas, wobei die Abstimmung der Kanäle untereinander sowie “Konsistenz und Flexibilität in Produkt und Preis” die großen Herausforderungen seien. (lk)

Foto: Simon-Kucher

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Börsen-Ausblick 2018 – Altersvorsorge – Immobilienmarkt Deutschland – Finanzvertrieb-Trends

Ab dem 14. Dezember im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Insurtech-Boom: Versicherer geben sich gelassen

Die Mehrheit der deutschen Versicherer sehen die Konkurrenz durch Insurtechs nicht als Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Auf das disruptive Potenzial von Internet-Riesen wie Google oder Amazon blickt die Branche demnach mit größerer Sorge.

mehr ...

Immobilien

Vonovia will österreichischen Immobilienkonzern Buwog schlucken

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will sich in einem Milliarden-Deal den österreichischen Rivalen Buwog einverleiben. Beide Unternehmen hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilte Vonovia am Montag in Bochum mit.

mehr ...

Investmentfonds

Globale Trends auf dem ETF-Markt

ETFs waren bei Anlegern weltweit in 2017 stark gefragt, auch im November hat sich der Trend fortgesetzt. Besonders beliebt waren Aktien ETFs. Die Entwicklung auf den globalen ETF-Märkten im November und im bisherigen Jahresverlauf hat Amundi zusammengefasst.

mehr ...

Berater

Elke König als oberste Bankenabwicklerin in Europa bestätigt

Die frühere Chefin der deutschen Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Elke König, bleibt für fünf weitere Jahre oberste Bankenabwicklerin in Europa.

mehr ...

Sachwertanlagen

Dr. Peters kündigt weiteres Hotelprojekt an

Die Dr. Peters Group aus Dortmund hat ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Düsseldorf und der Messe erworben. Auf dem Grundstück sollen bis Mitte 2020 ein 3-Sterne-plus Hotel der Marke Holiday Inn Express und ein Parkhaus entstehen.

mehr ...

Recht

Versicherungsanlageprodukte: Vermittlung nach Umsetzung der IDD

Die Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtline IDD in deutsches Recht bringt auch neue Anforderungen an die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten mit sich. Konkrete Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln ergeben sich aus der “Delegierten Verordnung” der EU.

mehr ...