20. Mai 2015, 12:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Honorarberatung: Wie sie Makler zu besseren Selbst-Vermarktern macht

Die Diskussion um die Honorarberatung wird sehr dogmatisch geführt. Es gibt gute Argumente für und gegen ein Honorar. Trotzdem empfehle ich jedem Makler, die Honorarberatung sehr ernsthaft für sich zu prüfen. Wer gegen Honorar arbeitet, muss seine eigene Beratungsleistung überzeugend argumentieren – so kann der Makler am Ende nur gewinnen.

Die Pradetto-Kolumne

Honorar

“Durch die Prüfung der Option “Honorarberatung” zwingt sich der Makler darüber nachzudenken, worin genau sein Mehrnutzen für den Kunden liegt.”

Die einen beschwören, dass Normalverbraucher niemals bereit wären in ausreichendem Maße Honorare zu bezahlen und damit unterversichert blieben.

Die anderen halten entgegen, dass unabhängige Beratung nur über Honorare sicherzustellen sei.

Die Wahrheit liegt dazwischen

Die Wahrheit dürfte wie so oft in der Mitte liegen. Sach- und Krankenversicherungen eignen sich kaum, um hier provisionsfrei zu arbeiten.

Anständige honorarfreie Lösungen gibt es so gut wie keine und wer die laufenden Provisionen zurückerstatten will, verursacht derzeit mangels guter Maklerlösungen ein Bürokratieinferno.

Abgesehen davon werden die Honorare bei Hausrat, Privathaftpflicht und Co. kaum die Kosten einer qualifizierten Beratung einspielen können. Anders sieht die Sache bei Gewerbeversicherungen aus, aber dort ist Honorarberatung auch schon längst üblich.

Verbraucherschützer Wind aus den Segeln nehmen

Tatsächlich kann die Honorarberatung auch im Bereich der Altersvorsorge eine gute Alternative darstellen. Dem überkritischen Verbraucherschützer nimmt man damit den Wind aus den Segeln und bietet dem Kunden einfach die Auswahl an.

Allerdings muss der Makler Beratungsqualität und Verträge entsprechend anpassen, da sonst manches Honorar im Nachgang unbezahlt bleibt.

Seite zwei: Was nichts kostet ist nichts wert

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Mit dem Image-Wandel vom „Verkäufer zum Berater“ beschreibt Dr. Peter Schmidt recht plastisch den Mehrwert, wenn die „Beratung gegen Honorar“ offeriert wird. Und beim Einstieg mit dem Mischmodell, möglichst mit dem Aufzeigen der Mindmap-Grafik nach DIN ISO 22222, gibt es eine Effizienz-Steigerung bis zu 300 Prozent pro Beratung.

    Joachim König sagt im Interview mit C.P. Meyer, dass seine Kunden auf Anhieb verstehen für die Finanzplanung ein Honorar zu bezahlen, wenn es nicht zu anderen Vergütungen kommt.“

    Spätestens ab 2017 wird diese Vorgehensweise zum KO-Kriterium für die finanzielle Berufszukunft durch die Beratungsrichtlinie Product Governance, wie in Presseartikeln und eBoos bei mwsbraun.de beschrieben.

    Kommentar von Frank L. Braun — 21. Mai 2015 @ 11:22

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Frauen arbeiten vor der Rente immer länger

Die Dauer der gesetzlichen Rentenabsicherung vor dem Ruhestand ist bei Frauen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, wie neue Rentendaten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

mehr ...

Immobilien

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Recruiting: Warum die Story stimmen muss

Vielen jungen Absolventen und Berufseinsteigern gilt die Finanzdienstleistungsbranche zu sehr als “old men network”, sie zieht es zu den vermeintlich jungen und hippen Fintechs. Bei ihren Rekrutierungsbemühungen steht sich die Branche aber auch selbst im Weg.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...