„Die Klassik bleibt ein Thema“

In ihrem 50. Bestehensjahr hat die Neue Leben-Gruppe viele Aufgaben zu bewältigen. Mit Vertriebsvorstand Sebastian Greif sprach Cash. über die Zukunft der Lebensversicherung innerhalb des Talanx-Konzerns und über die Frage, ob das Einsparpotenzial in der Verwaltung bereits ausgereizt ist.

Sebastian Greif, Neue Leben: „Es gibt noch Möglichkeiten, die Kosten mittelfristig zu senken.“

Herr Greif, seit 1. Juli 2014 sind Sie Vertriebsvorstand der Neue Leben. Wie bewerten Sie die zwölf zurückliegenden Monate?

Greif: Die größte Herausforderung war sicherlich, angesichts des virulenten Umfelds, in kürzester Zeit alle Vertriebspartner kennenzulernen und als einer der ersten deutschen Versicherer ein neues Provisionsmodell einzuführen – und das in Zeiten, in denen unsere Partner – zu 97 Prozent Sparkassen – aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und damit rückläufiger Erträge jeden Euro sehr gut gebrauchen können.

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Hat sich das unruhige Umfeld auch im Neugeschäft bemerkbar gemacht?

2014 lagen die ersten drei Quartale deutlich unter dem Vorjahr – dies haben wir im letzten Quartal allerdings wieder wettgemacht. Durch die Garantiezinssenkung in der Lebensversicherung zum 1. Januar 2015 ist es uns gelungen, in den letzten drei Monaten 2014 gewissermaßen ein doppeltes Quartal einzufahren. Dadurch sind wir fast auf Augenhöhe zum Vorjahr. Der einzige Bereich, den wir zum Schutz unseres Versicherungskollektivs marktunterdurchschnittlich forciert haben, ist das Einmalbeitragsgeschäft.

Viele Versicherer haben zuletzt vor allem Einmalbeitragsprodukte auf den Markt gebracht – entgeht Ihnen da nicht etwas?

Das denke ich nicht. Speziell im Einmalbeitragsgeschäft setzen wir auf unser StrategiePortfolio. Es zielt darauf ab, die Performance im Aktienmarkt mitzunehmen, die mit einer Höchststandsgarantie abgesichert ist, sodass immer ein doppelter Boden für den Kunden da ist. Das StrategiePortfolio ist quasi eine Kombination aus Vermögensverwaltung und Rentenversicherung. Es bietet auf zwölf Jahre die Perspektive, die Dynamik an den Aktienmärkten in Teilen mitzunehmen, verbunden mit einer Grundabsicherung.

Seite zwei: „Natürlich bleiben wir im klassischen Geschäft“

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