Anzeige
Anzeige
16. April 2015, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Deutsche Versicherer fürchten weder Google noch Start-Ups

Weder Google, Amazon noch junge Start-Up-Unternehmen – neue Marktteilnehmer stellen aus Sicht von deutschen Versicherungsmanagern keine akute Bedrohung für ihr Geschäft dar. Dies ergab die Studie “Versicherungsvertrieb der Zukunft” der Versicherungsforen Leipzig in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung IKOR und der Fachhochschule Dortmund.

Deutsche Versicherer fürchten weder Google noch Start-Ups

Das Kfz-Vergleichsportal des Internetriesen Google hat im März im US-Bundesstaat Kalifornien seine Pforten geöffnet. Laut US-Medienberichten plant Google eine Ausweitung des Dienstes in weiteren Bundesstaaten – bald auch in Deutschland?

Niedrige Gewinnmargen, eine weitgehende Marktsättigung, ein intensiver Wettbewerb und hohe regulatorische Anforderungen machen den Versicherungsmarkt für Investitionen unattraktiv, so der Tenor der befragten Fach- und Führungskräfte der Assekuranz. Deshalb halten es die meisten Studienteilnehmer für unwahrscheinlich, dass globale Internetkonzerne, wie Google, ihre Datenhoheit dazu nutzen werden, Versicherern das Geschäft streitig zu machen.

Branche beobachtet Aktivitäten potenzieller Konkurrenten

Auch das Risiko, dass innovative Start-up-Unternehmen den etablierten Branchengrößen Kunden abjagen könnten, betrachten die Befragten zumindest derzeit als nicht sehr groß. Diese besetzten “maximal Nischensegmente”, heißt es. Die Kernkompetenz der Versicherer – die Bereitstellung von umfassendem Versicherungsschutz – sei daher momentan nicht bedroht, teilen die Studienautoren mit, allerdings würden die Aktivitäten potenzieller Konkurrenten von der Branche “genau beobachtet”.

Gleichwohl melden die Manager internen Reformbedarf an: So sind sich die befragten Experten darüber einig, dass vor allem die Vertriebswege Ausschließlichkeit und Maklervertrieb einer “digitalen Erneuerung der Geschäftsmodelle” bedürfen. Die Nutzung vorhandener und neuer Technologien in der Breite der Vermittlerschaft sei dabei ein zentraler Stellhebel, so die Autoren, um die Vermittlerbetriebe in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Das Zauberwort lautet “Omnikanal-Ansatz”

“Die Studie zeigt, dass die Versicherer deutlich erkannt haben, welche erfolgskritische Rolle der technologischen Erneuerung zukommt”, erläutert Jörg Heibutzki, Leiter des Bereichs Versicherungen bei IKOR. “Der Schlüssel ist die durchgängige Unterstützung aller Vertriebsprozesse in Verbindung mit hoher Integration der zentralen Daten und Anwendungen.”

Heibutzki zufolge bildet ein Omnikanal-Ansatz die Lösung, “um einerseits die Vertriebswege optimal zu unterstützen und anderseits die veränderten Kundenerwartungen zu erfüllen”. Um die notwendige Digitalisierung voranzutreiben, fährt der Berater fort, sei die beruhigende Nachricht, “dass die technologischen und organisatorischen Erweiterungen schrittweise mindestens genauso gut möglich sind wie in einem Big-Bang-Szenario”.

Seite zwei: “Digitalisierung führt zu neuem Kundenselbstverständnis”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Na da bin ich ja gespannt. Ich würde vorschlagen sich den Markt in 10 Jahren noch einmal zu betrachten. Bin überzeugt davon, dass die Aussagen dann anders aussehen werden. Allein schon, wenn Google und Co mit Kampfprämien den Markt der KFZ Versicherung aufmischen werden. Die Datenbasis über die Fahrzeugnutzung die Strecken u.s.w. haben Sie ja. Darauf basierend können Sie deutlich zielgerichteter Prämien kalkulieren als das heute möglich ist.

    Kommentar von Schoel — 17. April 2015 @ 09:50

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Börsen-Ausblick 2018 – Altersvorsorge – Immobilienmarkt Deutschland – Finanzvertrieb-Trends

Ab dem 14. Dezember im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Rente: Große Mehrheit für baldige Reform

Trotz momentan gut gefüllter Rentenkassen könnte der demographische Wandel der Bundesrepublik in den nächsten Jahrzehnten für Probleme sorgen. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, befürwortet der Großteil der Deutschen daher eine zeitnahe Rentenreform.

mehr ...

Immobilien

“Lukratives Marktsegment”

Über die Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes und Anlagechancen im Mietwohnungsbau sprach Cash. mit Hans-Peter Werner, Leiter Projektentwicklung der DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIE AG).

mehr ...

Investmentfonds

“Virtuelle Kätzchen zeigen, was möglich ist”

Ethereum ist nach Bitcoin wohl die bekannteste Kryptowährung. Auf ihrer Blockchain kann nicht nur die Währung selbst gehandelt werden, es können auch Verträge abgeschlossen werden. Sehr beliebt war in den vergangenen Wochen der Handel mit virtuellen Kätzchen. Gastbeitrag von Mati Greenspan, Etoro

mehr ...

Berater

W&W-Gruppe übernimmt treefin

Wie Finconomy mitteilt, hat die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) sämtliche Anteile am Insurtech treefin übernommen. Der Münchener Company-Builder will durch den Verkauf seines Aktienpakets das Beteiligungsportfolio bereinigen und sich künftig ausschließlich auf B2B-Geschäftsmodelle konzentrieren.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immac investiert in Pflegezentren und Betreiber in Irland

Die Hamburger Immac Gruppe hat in Dublin drei stationäre Pflegezentren und den Betrieb der Beechfield Group erworben. Die Transaktion bilde den Auftakt für ein langfristiges Engagement von Immac in Irland.

mehr ...

Recht

Versicherungsanlageprodukte: Vermittlung nach Umsetzung der IDD

Die Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtline IDD in deutsches Recht bringt auch neue Anforderungen an die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten mit sich. Konkrete Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln ergeben sich aus der “Delegierten Verordnung” der EU.

mehr ...