Anzeige
25. Februar 2016, 10:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungsvertrieb – allein zu Haus?

In seinem “Plädoyer für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung in der Personenversicherung”, legt Cash.-Gastautor Cord Brockmann dar, wie Versicherer handeln müssen, um ihr Geschäftsmodell eigenverantwortlich weiterzuentwickeln.

Geschäftsmodell der Versicherer

Cord Brockmann, culture2success: “Die Matrix-Organisationen vieler Konzerne machen heute zum Teil schon eine kunden- und partnerorientierte Prozessqualität zur Herausforderung.”

Wer sich einmal “Oscar” näher angeschaut hat, das hoch erfolgreiche amerikanische Startup in der Krankenversicherung, dem wird schnell klar, welche umfassenden Herausforderungen und Marktveränderungen weiterhin auf die Versicherungsbranche zukommen.

Geschäftsmodelle unter Druck

Und dabei verliert das aktuell so hoch gehandelte Zauberwort “Digitalisierung” zumindest im Privatkundengeschäft nicht nur schnell an Magie, sondern es bekommt eher bedrohliche Züge.

Im Verlauf des Jahres 2016 dürfte immer offensichtlicher werden, wie tief und wie nachhaltig die klassischen Produkte und Geschäftsmodelle im Vertrieb der Personenversicherungen unter Druck geraten sind.

Auch die letzten Zweifler und Berufsoptimisten werden sich diesen Fakten durch die Jahresberichte der großen Vertriebe – durch die zunehmenden Hilferufe aus Vermittlerkreisen und nicht zuletzt anhand der eigenen Vertriebszahlen – nicht mehr entziehen können.

Chancen für einige

Der Wandel kommt nicht erst – unsere Branche befindet sich bereits mittendrin. Auch wenn aus aktueller Sicht eine umfassende Marktkonsolidierung auf Anbieterseite und bei einigen Vertriebsmodellen unausweichlich scheint, so ergeben sich aus den neuen Rahmenbedingungen für alle, zumindest auch neue Chancen für einige.

Bei wem aber liegt denn nun die zentrale Verantwortung dafür, neue und nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln? Und wer muss hier wen von der Richtigkeit und Tragfähigkeit seiner Überlegungen überzeugen?

Die Vorstellung, dass der Umfang der Veränderungen beziehungsweise Herausforderungen tatsächlich lediglich durch die unternehmerische Kraft und Kreativität auf Seiten der Vertriebspartner zu lösen wäre, scheint wohl zurecht absurd. Deren Markt- und Kundenverständnis ist zur Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle zwar wichtiger denn je.

Nur, die Gesamtverantwortung für die Zukunftssicherung muss jetzt durch die Vorstände, Stäbe und Fachabteilungen der Versicherer übernommen werden. Das ist sicherlich für viele ein nachvollziehbarer Appell. Dieser Anspruch trifft aber aktuell nicht überall auf fruchtbaren Boden – und zwar in doppelter Hinsicht nicht.

Seite zwei: Versicherer müssen Gesamtverantwortung übernehmen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 8/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Durchstarter Indien – Führungskräfte absichern – Bausparen – US-Immobilien


Ab dem 20. Juli im Handel.

Cash. 7/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

US-Aktien – Unfallpolicen – Altersvorsorge – Ferienimmobilien

+ Heft im Heft: Cash.Special Vermögensverwaltende Fonds

Versicherungen

Renteneintrittsalter leicht gestiegen

Arbeitnehmer in Deutschland sind nach einem Medienbericht 2016 etwas später in Rente gegangen als im Vorjahr. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter sei von 64 auf 64,1 Jahre gestiegen, schreibt die “Rheinische Post” (Samstag) unter Berufung auf Daten der Deutschen Rentenversicherung.

mehr ...

Immobilien

Anlage-Immobilien: Tipps zur Standortwahl

Der Immobilienboom in Deutschland ist intakt. Anlage-Immobilien sind weiterhin enorm nachgefragt. Allerdings ist die Standortwahl mehr denn je ein wichtiger Kauffaktor, weiß Björn Peickert, DI Deutschland.Immobilien AG.

mehr ...

Investmentfonds

Urlaub von der Geldanlage?

Während die Menschen jetzt in Urlaub fahren und Erholung suchen kennt die Börse keine Pause. Wer verwaltet also die Depots der Kunden, wenn der Berater im Urlaub ist? Ein Gastbeitrag von Michael Jensen, Moventum

mehr ...
21.07.2017

Trendwende bei Gold

Berater

Liebe Verbraucherschützer, ist das Ihr Ernst?

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert einmal mehr ein Provisionsverbot im Finanzvertrieb. Doch die Argumente werden immer abenteuerlicher. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbeteiligung: Was geschieht bei Tod des Anlegers?

Das durchschnittliche Alter von Fondsinvestoren ist vergleichsweise hoch. Daher sind Erbfälle mit Anteilen an geschlossenen Fonds keine Seltenheit. Was geschieht jedoch mit einer Fondsbeteiligung im Todesfalle eines Anlegers?

mehr ...

Recht

Laufende Bestandsprüfungen keine Maklerpflicht

Makler sind nicht dazu verpflichtet turnusmäßige Gespräche mit ihren Kunden zu führen oder bei der Übernahme laufender Verträge in die Betreuung eine Risikoanalyse durchzuführen. Dies gilt jedenfalls, wenn kein konkreter Anlass vorliegt, so das OLG Frankfurt. Gastbeitrag von Jürgen Evers, Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

mehr ...