11. Mai 2016, 08:04
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“Schwachstelle bei Vergleichbarkeit von LV-Produkten”

Dr. Reiner Will, geschäftsführender Gesellschafter und Mitbegründer der Assekurata Assekuranz Rating-Agentur, über Altersarmut, die Risikoaversion deutscher Sparer und die neuen Altersvorsorgekonzepte der Lebensversicherer.

Lebensversicherer

Dr. Reiner Will: “Das Bewusstsein für Chance und Risiko bedarf bei den Verbrauchern einer Schärfung.”

Cash.: Begrüßen Sie die breite Debatte in der Rentenfrage oder wünschen Sie sich mehr Einigkeit in der Politik, wenn es darum geht, die demografische Herausforderung zu meistern?

Will: Die gesetzliche Rente ist ein Thema, das den Großteil der Bevölkerung betrifft, insoweit bieten politische Auseinandersetzungen hier ein sehr großes Aufmerksamkeitsfeld. Dies birgt aber zugleich die Gefahr, dass die mediale Auseinandersetzung in den Vordergrund rückt, während die Sachfragen und -lösungen in den Hintergrund geraten. Dabei ist das Thema Altersarmut ein vehementes Problem, das durch die Zinsmisere noch an Bedeutung gewonnen hat. Sind doch neben dem gesetzlichen Rentenversicherungssystem und seinem Demografieproblem auch private Altersvorsorgeformen, wie die Lebensversicherung, unter Druck geraten.

Rendite und Sicherheit schließen sich aus, ist ein oft gehörter Satz in der Altersvorsorge. Lassen sich die beiden Begriffe miteinander versöhnen, um den Kunden für einen langen Ansparprozess zu motivieren?

Das Bewusstsein für Chance und Risiko bedarf bei den Verbrauchern einer Schärfung. Es gehört zu den elementaren ökonomischen Grundsätzen, dass höhere Renditechancen auch mit höheren Risiken einhergehen et vice versa. Der Blick darauf ist aber vielen Anlegern nicht geläufig. Initiativen wie die Produktinformationsstelle Altersvorsorge – kurz PIA –, die für geförderte Altersvorsorgeprodukte Vorgaben für die Ermittlung und Darstellung von Chance-Risiko-Profilen und eine Einordnung der Produkte in Risikoklassen vorsehen, sind hier ein Schritt in die richtige Richtung. Damit eröffnet sich zum einen die Möglichkeit, mehr Bewusstsein für das Thema zu schaffen und zum anderen auch vergleichbare Informationen zu erhalten.

Seite zwei: “Die Komplexität steigt

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1 Kommentar

  1. Nur das kaufen, was man selber wirklich versteht.

    Kommentar von H. Braun — 11. Mai 2016 @ 09:50

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