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27. Mai 2016, 16:46
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Riester kann der richtige Schachzug sein

Die Riester-Rente ist ein streitbares Produkt. Sie aber pauschal abzustrafen ist unklug. Für viele Sparer bleibt sie ein sinnvoller Baustein für ihre Altersvorsorge. Gastbeitrag von Christoph Dittrich, Softfair Analyse.

 in Riester kann der richtige Schachzug sein

Christoph Dittrich, Geschäftsführer Softfair: “Riester pauschal abzulehnen, ist zu klein gedacht.”

Vor 15 Jahren kam die Riester-Versicherung. Zu Beginn euphorisch gefeiert, muss die staatlich geförderte Altersvorsorge mittlerweile viel Häme über sich ergehen lassen. Sie sei zu kompliziert, zu bürokratisch. Vor allem würde sie sich nicht lohnen: zu wenig renditeträchtig, zu hohe Kosten durch Provision und Verwaltung.

Der Kritikpunkt “Kosten” hat im Vergleich zu anderen Altersvorsorge-Formen sicherlich seine Berechtigung. Riester ist – überspitzt ausgedrückt – ein bürokratisches Monster. Entsprechend hoch sind die Verwaltungskosten.

Warten auf den Staat nicht sinnvoll

Das dauerhaft niedrige Zinsniveau bei gleichbleibend hohen Verwaltungskosten macht es den Produktanbietern zunehmend schwer, Renditen oberhalb der Garantie zu erwirtschaften. Aber deshalb Riester pauschal abzulehnen, ist zu klein gedacht. Ebenso ist es nicht sinnvoll, darauf zu warten, dass der Staat neue Fördermodelle für eine Altersvorsorge etabliert.

Derzeit diskutieren Politiker, Medien und Verbraucherschützer über die „Deutschland-Rente“. Doch wie lange soll man auf sie oder auf andere Modelle warten? Es gilt, die aktuell zur Verfügung stehenden Absicherungsformen optimal für sich zu nutzen. Ein Riester- Vertrag kann hier ein sinnvoller Baustein sein. Die Frage, ob er sich rechnet, hängt stark von den individuellen Faktoren ab.

Attraktiv für Geringverdiener

Das Einstiegsalter spielt hier eine Rolle, ebenso wie beispielsweise das Einkommen und die Anzahl der Kinder. Wer früh einsteigt – also über einen langen Zeitraum in seinen Vertrag einzahlt, der profitiert auch im höheren Maße am Zinseszinseffekt. Vor allem Gering– und Mittelverdiener machen einen guten Schnitt mit Riester, da die Förderung, die der Staat beisteuert, in Relation zum Eigenaufwand entsprechend hoch ist.

154 Euro gibt es pro Sparer im Jahr für jeden, der vier Prozent seines Bruttojahresgehaltes für seinen Vertrag zurücklegt. Für jedes Kind, das nach 2008 geboren wurde, gibt es weitere 300 Euro. Dazu Steuervorteile bis zu 2.100 Euro jährlich. Für Berufseinsteiger gibt es zudem einmalig einen Bonus von 200 Euro im ersten Jahr. Das bietet in dieser Form nur die Absicherung mit Riester.

Überraschenderweise entscheiden sich aber mehr Besserverdienende für einen Abschluss. Grund hierfür könnte sein, dass Klein- und Mittelverdiener sich scheuen, den geforderten Mindestbeitrag zu zahlen. Sicherlich motiviert auch die Anrechnung auf die staatliche Grundsicherung nicht gerade zu einer Unterschrift unter einen Riester-Antrag.

Seite zwei: Herausforderung Beitragsgarantie

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