Anzeige
24. August 2016, 08:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zehn Tipps für die Patientenverfügung

Die Patientenverfügung ist in aller Munde, denn vor Kurzem entschied ein Urteil über die Auslegung. Im konkreten Fall hat die Patientin nur allgemeine Formulierungen gewählt, die dann dazu geführt haben, dass die bevollmächtigten Kinder unterschiedlicher Meinung waren. Das Ganze endete in einer gerichtlichen Betreuung. Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

Zehn Tipps für die Patientenverfügung

In der Patientenverfügung entscheidet man über Maßnahmen am Ende des Lebens, bei Koma, im Endstadium bei unheilbaren Krankheiten und bei Hirnschädigung. Das bedeutet, es sind Entscheidungen für einen völlig unbekannten Zeitraum zu treffen.

Kein Wunder also, dass viele dabei auf Allgemeinplätze verweisen. Doch Aussagen wie “lebenswürdiges Sterben” nützen nichts. Nach Meinung des BGH muss der Patient konkrete Entscheidungen in der Patientenverfügung treffen, sonst besteht keine Bindung. – Sonst nutzt diese nichts. Wer eine Patientenverfügung errichtet, muss sich positionieren. Die Ärztekammer setzt sich aktuell damit auseinander, die Errichtung einheitlich zu bepreisen.

1. Konkrete Wünsche festhalten

Tasten Sie sich an das Thema heran: Vielleicht wissen Sie, wo Sie die letzte Lebensphase verbringen möchte und wer Sie unterstützen sollte. Auch das gehört zur Patientenverfügung.

2. Schreiben Sie auf, was Sie keinesfalls wünschen

Die meisten Menschen wissen genau, was sie nicht möchten. Häufig wird ein jahrelanges Koma verneint. Halten Sie fest, was Ihr “No go” ist.

3. Mediziner befragen

Wer sollte sich besser in diesen Fragen auskennen als Ärzte? Zudem sind sie es, die die Verfügung am Ende umsetzen.

4. In jedem Fall die Unterschrift bestätigen lassen

Der Verfügende muss die Tragweite überschauen können und die Verfügung muss aus freien Stücken errichtet sein. Dafür steht die Unterschrift des Arztes, eines Krankenhauses, des Roten Kreuzes usw. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass unter Umständen geschäftsunfähige Erwachsene noch eine Patientenverfügung errichten können.

5. Immer wieder anpassen

Die medizinische Entwicklung schreitet voran und die eigene körperliche Konstitution verändert sich. Diese zwei Aspekte machen klar, dass die Patientenverfügung gerade bei älteren Menschen immer wieder angepasst werden muss. Mediziner fordern alle zwei Jahre.

Seite zwei: Keine Zweifel offen lassen

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

2 Kommentare

  1. Wichtig für alle über 18 Jahren.
    Leider wird das so nicht gesehen und verdrängt.
    Mehr werben.

    Kommentar von Günther Maier — 29. August 2016 @ 17:25

  2. Sehr schön, aber wenn schon beglaubigen, dann “öffentliche Beglaubigung” direkt beim Betreuungsgericht. Und wenn schon “Bevollmächtigte” dann in einer ordentlichen “Reihenfolge”. Wer glaubt, das z.Bsp. seine Kinder gleichberechtigt entscheiden können, der könnte dann eben doch in einer “gerichtlich angeordneten” Betreuung enden.

    Kommentar von Nils Fischer — 26. August 2016 @ 09:14

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...