Anzeige
Anzeige
16. Februar 2016, 10:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Versicherungsverträge: Wann der Versicherer einseitig anpassen darf

In bestimmten Fällen darf der Versicherer einseitige Anpassungen der Versicherungsverträge durchführen. Allerdings sind dem enge Grenzen gesetzt. In ihrer aktuellen Publikation erläutert die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (Bafin) diese Sonderfälle.

Vertragsanpassung

Auch bei Lebens-, privaten Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherungen darf der Versicherer einseitige Vertragsanpassungen vornehmen.

Dem BafinJournal 2/2016 zufolge darf der Versicherer bereits im Versicherungsvertrag eine einseitige Prämien- oder Leistungsanpassungsklausel integrieren.

Realistische Leistungs- und Prämienkalkulation ermöglichen

Allerdings müssen derartige Zusätze transparent sein und dürfen den Versicherten nicht benachteiligen. Wird eine einseitige Änderung tatsächlich durchgeführt, so muss der Versicherer laut Bafin den Versicherungsnehmer eingehend informieren und ihm ebenfalls mitteilen, dass er den Vertrag innerhalb von vier Wochen kündigen darf.

Zudem steht es der Versicherungsgesellschaft frei, einseitige Vertragsanpassungen vorzunehmen, wenn der Versicherungsnehmer vorvertragliche Anzeigepflichten verletzt hat oder sich während der Vertragsanbahnung zusätzliche Risiken ergeben haben.

Ziel sei es, so die Finanzaufsicht, dem Versicherer eine realistische Kalkulation zu ermöglichen. Allerdings dürfe der Versicherungsnehmer auch hier den Vertrag innerhalb von vier Wochen kündigen, wenn die Prämie um mehr als zehn Prozent erhöht werde oder der Versicherer die eingetretenen Gefahren nicht versichern möchte. Über das Kündigungsrecht habe die Gesellschaft den Versicherten zu informieren, betonen die Autoren.

Seite zwei: Ausnahmen bei Lebens-, privaten Kranken- und BU-Policen

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Mit dem Kündigungsrecht innerhalb von 4 Wochen nach Änderung, sind Änderungen auch für den Versicherten kein Problem – und die Versicherung kann besser kalkulieren. Warum also nicht?

    Kommentar von Klaus — 19. Februar 2016 @ 12:48

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...