23. Dezember 2016, 15:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wearables: “Phase der Ernüchterung”

Smarte Geräte wie Smartphones, Tablets oder sogenannte Wearables stehen dem Digitalverband Bitkom zufolge auch in diesem Jahr hoch im Kurs. Doch in den Augen der Nutzer habe die Gerätekategorie bereits “die Phase der Ernüchterung” erreicht, stellten Analysten der Marktforschung Gartner zuletzt fest.

Shutterstock 539835196 in Wearables: Phase der Ernüchterung

Hersteller von Wearables sollten laut Gartner überlegen, wie sie den Service interessanter gestalten und einen wirklichen Mehrwert für die Nutzer generieren können.

“Die Euphorie ist ein bisschen verflogen”, sagte Gartner-Analystin Annette Zimmermann der dpa.

Allein unter jenen, die ihre Smartwatch nicht mehr nutzen, erklärten in einer Gartner-Studie in Großbritannien 21 Prozent der Befragten, dass sie die Funktionen gelangweilt hätten, 18 Prozent waren sie nicht nützlich genug. Immerhin 16 Prozent der Befragten stellten die Nutzung ein, weil sie das Geräte verloren hatten oder es kaputt gegangen ist. Hersteller müssten überlegen, wie sie den Service interessanter gestalten und einen wirklichen Mehrwert für die Nutzer generieren könnten, sagte Zimmermann. “Was ist die Killer-App?”

Dennoch werde der Markt der Smartwatches und Fitness-Tracker voraussichtlich bis 2020 kontinuierlich anwachsen. Gartner geht davon aus, dass in diesem Jahr weltweit 292,8 Millionen Geräte verkauft wurden, das wäre ein Anstieg von 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach dem Kauf des Smartwatch-Vorreiters Pebble durch den Fitness-Spezialisten Fitbit werde sich der Markt weiter konsolidieren.

Möglicher Schub durch virtuelle Assistenten

Auf künstlicher Intelligenz basierende virtuelle Assistenten, die auf Befehle in natürlicher Sprache reagieren, könnten auch dem Markt der Wearables einen Schub geben. Noch seien die Assistenten mit ihren rudimentären Funktionen gar nicht so intelligent, sagte Zimmermann. Doch bis Ende 2019 rechnet Zimmermann, das auf Smartphones Assistenten wie der Google Assistant oder Apples Siri den Massenmarkt erreicht haben werden.

Dann dürften rund 20 Prozent aller Interaktionen der Nutzer mit ihren Geräten über einen virtuellen Assistenten erfolgen. Von Smartphones über Wearables bis hin zu anderen Geräten aus dem Internet der Dinge werde sich bis 2020 die Mehrheit der Geräte ohne Berührung bedienen lassen, schätzen die Analysten von Gartner. Damit würden sich auch ganz neuartige nützlichere Funktionsmöglichkeiten ergeben. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gemeinsam gegen Cyber-Crime

Das Euro Cyber Resilience Board für gesamteuropäische Finanzmarktinfrastrukturen (ECRB), eine von der Europäischen Zentralbank (EZB) geleitete Gruppe der größten und bedeutendsten Finanzmarktinfrastrukturen Europas, hat eine Initiative für den Austausch wichtiger Informationen zu Cyberbedrohungen auf den Weg gebracht.

mehr ...

Immobilien

“German Angst” – deutsche Sehnsucht nach Krisen

Trotz positiver Rahmenbedingungen werden düstere Prognosen gepflegt und „German Angst, das Gespenst der Wohnfühlgesellschaft geht um. Dabei gibt es gerade in der Immobilienbranche keinen Grund für Pessimismus – angesichts  eines beispiellosen Wertzuwachs mit Immobilien seit Jahrzehnten. Ein Kommentar von Theodor J. Tantzen, Prinz von Preussen Grundbesitz AG.

mehr ...

Investmentfonds

Zentralbank-Antibiotikum verliert an Wirkung

Die Kapitalmärkte liegen im Schatten des Coronavirus, Die niedrigen Zinsen der Notenbanken können die Lage aber offensichtlich auch nicht mehr kitten. Ein Kommentar von David Wehner, Senior Portfoliomanager bei der Do Investment AG.

mehr ...

Berater

Krankgeschrieben und trotzdem feiern?

Sie sind krankgeschrieben? Ihrem Arbeitgeber liegt der gelbe Schein mit der Aufschrift “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung” vor? Dann gilt generell: Wer krank ist, hat die Pflicht, sich an die Anweisungen des Arztes zu halten und alles zu unterlassen, was die Genesung verzögern oder gefährden könnte. Doch was genau das für Ihre Freizeitgestaltung am Wochenende bedeutet, erläutern ARAG Experten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Niederlande planen größte grüne Wasserstofffabrik Europas

Im Nordosten der Niederlande soll die größte grüne Wasserstofffabrik Europas entstehen. Ein Konsortium der niederländischen Unternehmen Shell, Gasunie und Groningen Seaports präsentierte am Donnerstag in Groningen die Pläne zu dem Projekt “NortH2”.

mehr ...

Recht

Gericht: Paypal-AGB mit 80 Seiten nicht zu lang

Auch wenn die Geschäftsbedingungen von Paypal ausgedruckt mehr als 80 Seiten lang sind – das macht sie nach einem Gerichtsbeschluss nicht automatisch zu lang und unwirksam. Deutsche Verbraucherschützer erlitten mit der Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln auch in zweiter Instanz einen Rückschlag in ihrem Kampf für überschaubare Nutzungsregeln. (Az. 6 U 184/19)

mehr ...