26. Juni 2017, 06:00
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Die 5-Minuten-BU: Zwei Experten analysieren den Getsurance-Abschlussprozess

Mit “Deutschlands erster digitaler BU” in “5 Minuten zu deiner Berufsunfähigkeitsversicherung” lautet die Ansage von Getsurance. Zeit sich das Produkt einmal genauer anzuschauen.

Gastbeitrag von Tom Wonneberger und Stephan Busch, Progress Finanzplaner

Einkommensabsicherung-busch in Die 5-Minuten-BU: Zwei Experten analysieren den Getsurance-Abschlussprozess

Die Autoren Tom Wonneberger (links) und Stephan Busch sind die Gründer von Progress Finanzplaner.

Wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Angeboten dürfte der sehr schlanke Antragsprozess sein.

Keine Ausschlüsse oder Risikozuschläge

Statt mit Ausschlüssen oder Risikozuschlägen arbeiten die Macher mit drei Varianten: Basis, Comfort und Premium.

Die Premium-Variante ist dabei die gewöhnliche Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Zusätze wie Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit.

In der Comfort-Variante entfällt die Leistung bei psychischen Erkrankungen. In der Basis-Version leistet Getsurance nur noch bei einer unfallbedingten Berufsunfähigkeit.

Keine Berufsgruppendifferenzierung

Tatsächlich erfährt der Kunde also innerhalb von fünf Minuten, inwieweit er sich absichern kann. Die Risikofragen sind leicht verständlich und gut aufgebaut. Die unselige Berufsgruppendifferenzierung fehlt. Stattdessen fragt der Antragsrobo lediglich, zu wie viel Prozent der Antragsteller im Büro oder körperlich arbeitet.

Das Bedingungswerk ist ordentlich. Auffällig sind der Verzicht der Umorganisation bei Selbstständigen mit weniger als fünf Mitarbeitern; Leistung bereits im Pflegegrad I (nur Premium); Leistung bei Kräfteverfall und das sogenannte Überbrückungsgeld. Dieses greift, wenn ein privater Krankentagegeld-Anbieter die Zahlung einstellt, weil er eine Berufsunfähigkeit feststellt, Getsurance jedoch nicht. Interessant ist, das Getsurance in den ersten fünf Jahren auf eine Erhöhung der Zahlbeiträge verzichtet.

Seite zwei: Einige Schnitzer gefunden

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6 Kommentare

  1. wo kann ich 300KM/h fahren. Bin lediglich schneller am Stauende. Tolle Vorausschau

    Kommentar von Frank Dietrich — 28. Juni 2017 @ 13:56

  2. Als das erste Auto gebaut wurde, hätte damals niemand geglaubt, dass wir heute über 300km/h schnelle Autos fahren würden. Es geht darum den ersten Schritt zu wagen – trotz solch kurzsichtiger Kommentare.

    Kommentar von Michael Stock — 28. Juni 2017 @ 12:59

  3. Mutig? Zum Nachteil des Kunden, siehe AVB, versuche den Chat. Lieber Qualität statt Quantität

    Kommentar von Frank Dietrich — 28. Juni 2017 @ 11:50

  4. Glückwunsch zu dem mutigen Schritt! Trotz der sicherlich gerechtfertigten Kritikpunkte seid ihr einen weiteren, wichtigen Schritt für die Branche gegangen und zeigt, dass auch biometrische Risiken durchaus das Potential haben, großflächig und vollständig elektronisch verkauft werden zu können. Für die Weiterentwicklung wünsche ich euch viel Erfolg! Michael Stock

    Kommentar von Michael Stock — 28. Juni 2017 @ 10:09

  5. alle zulasten der Bestimmungen. Definitiv ein Rückschritt der Branche

    Kommentar von Frank Dietrich — 26. Juni 2017 @ 13:42

  6. Vielen Dank für das Lob und auch die Kritikpunkte, die wir bei der weiteren Produktentwicklung berücksichtigen werden. Noch ein Hinweis: Wir bieten Getsurance Job auch im Maklervertrieb an. So kommen auch Kunden, welche die persönliche Beratung durch den Makler ihres Vertrauens schätzen, in den Genuss unseres unkomplizierten Antragsprozesses.

    Kommentar von Dr. Viktor Becher — 26. Juni 2017 @ 09:58

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