1. März 2017, 08:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Arbeitskraftabsicherung – ein Beratungssumpf?

Allen Vorsorgeinstrumenten zur Arbeitskraftabsicherung ist gemein, dass sich der Leistungsanspruch mit dem Nachweis einer Arbeitsunfähigkeit (AU) begründet. Doch an dieser Stelle lauert eine Stolperfalle: Der AU-Begriff erfährt im Sozial- und Zivilrecht eine unterschiedliche Auslegung.

Gastbeitrag von Alexander Schrehardt, Consilium Beratungsgesellschaft

Arbeitskraftabsicherung

“Der Begriff der Arbeitsunfähigkeit erfährt im Sozial- und Zivilrecht eine teilweise höchst unterschiedliche Auslegung.”

Die qualifizierte Absicherung des Risikos eines Verlustes der Arbeitskraft stellt gleichermaßen für Arbeitnehmer, Beamte, Freiberufler und Selbstständige eine wichtige Vorsorgemaßnahme zur persönlichen Existenzsicherung dar.

Während ein Verlust der Arbeitskraft noch vor wenigen Jahren mit einer Berufsunfähigkeit des Versicherten gleichgesetzt wurde, wird in der qualifizierten Vorsorgeberatung heute eine sehr differenzierte Betrachtung vorgenommen.

Arbeitsunfähigkeit vor Berufsunfähigkeit

Die Einbuße der Arbeitskraft kann gleichermaßen durch eine Erkrankung oder ein Unfallereignis ausgelöst werden, was in beiden Fällen zu einer Arbeitsunfähigkeit führt.

Im Beratungsgespräch müssen somit im ersten Schritt die Versorgungsansprüche des Kunden für den Fall einer (längeren) AU geprüft werden. Für freiwillig versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen besteht im Fall einer längeren AU aufgrund der Deckelung des Krankengeldanspruchs regelmäßig eine unzureichende Absicherung.

Der Versicherungsvermittler ist also gut beraten, im ersten Schritt auf das Risiko der AU seines Kunden zu fokussieren. Dieser Beratungsansatz unterstreicht nicht nur die Kompetenz des Vermittlers, sondern garantiert auch die Aufmerksamkeit des Kunden.

Eine krankheits- oder unfallbedingte AU ist nahezu jedem Kunden aus eigener Erfahrung bekannt. Im Gegensatz zu dem fiktiven Risiko der BU wird der Kunde der Absicherung einer finanziellen Versorgungslücke infolge einer ihm bereits bekannten AU regelmäßig aufgeschlossener gegenüberstehen.

Seite zwei: Begriff der Arbeitsunfähigkeit

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Finaler Schlag: Allianz setzt sich endgültig gegen die Verbraucherzentrale Hamburg durch

Der Versicherer Allianz hat einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die Verbraucherzentrale (VZ) Hamburg endgültig gewonnen. Es ging um die Frage, ob die Onlinewerbung für die Rentenversicherung „Indexselect“ irreführend ist. Die gerichtliche Auseinandersetzung sei beendet, bestätigten Vertreter beider Seiten auf Anfrage von boerse-online.de, dem Online-Portal des Münchener Finanzen Verlages.

mehr ...

Immobilien

Berlin – Büroentwicklungen jenseits der Komfortzone

Am 18. März wurden auf dem Start-up-Portal gründerszene.de gleich zwei Nachrichten veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Was dies mit der Wohnsituation zu tun hat. Ein Kommentar von Joshua Abadayev, Geschäftsführer Atrium Development Group.

mehr ...

Investmentfonds

China: Wirtschaft wächst langsamer, Aktienauswahl ist Trumpf

Das Wirtschaftswachstum in China ist im zweiten Quartal 2019 auf 6,2 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit beinahe dreißig Jahren. Die Regierung versucht, mit zahlreichen stimulierenden Maßnahmen einer weiteren Abschwächung zuvorzukommen – insbesondere angesichts des Handelskonflikts mit den USA. Aber auch in diesem schwierigen Umfeld bieten sich am chinesischen Aktienmarkt einige interessante Anlagechancen.

mehr ...

Berater

Potenzial für Car-Sharing noch nicht ausgeschöpft

Aktuell nutzt fast ein Viertel der Großstädter aktiv Sharing-Angebote für die individuelle Mobilität: 24,6 Prozent von Ihnen gaben in einer aktuellen Befragung von BDO an, in der vergangenen Woche auf entsprechende Autos (13,1 %), Fahrräder (9,9 %) und E-Roller (9,9 %) zurückgegriffen zu haben.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundesregierung plant Verbot von Blind-Pool-Vermögensanlagen

Das Finanz- und das Justiz-/Verbraucherschutzministerium haben ein „Maßnahmenpaket“ vorgestellt, mit dem Emissionen nach dem Vermögensanlagengesetz weiter eingeschränkt und zum großen Teil verboten werden sollen.

mehr ...

Recht

Fliegende Dachziegel – Gebäudeeigentümer musste für Sturmschäden haften

Eigentümer einer Immobilie müssen ihr Objekt so absichern, dass es auch erhebliche Sturmstärken aushalten kann, ohne gleich die Allgemeinheit zu gefährden. Wenn sich bei einem Sturm bis zur Stärke 13 Dachziegel lösen und auf die Straße fallen, dann spricht zumindest der Anscheinsbeweis für einen mangelhaften Unterhalt des Gebäudes.

mehr ...