26. Oktober 2017, 09:50
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“Die bAV-Reform ist ein Meilenstein”

Das Garantieverbot der “neuen” betrieblichen Altersversorgung (bAV) sorgte in einer Podiumsdiskussion auf der DKM in Dortmund für heftige Debatten.

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Thomas Richter, BVI: “Das Garantieverbot wird den Wettbewerb stärken, nicht schwächen.”

Das neue Modell sieht vor, dass Unternehmen künftig nicht mehr garantieren müssen, dass Betriebsrenten in einer bestimmten Höhe ausgezahlt werden. Eine reine Zusage über die Höhe der Beiträge soll genügen, wenn sich die Sozialpartner, also Arbeitgeber und Gewerkschaften, darauf verständigen.

Aus Sicht von Dr. Peter Schwark, Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), ist es nicht richtig, ganz auf die Garantien zu verzichten, vielmehr sollte der Wettbewerb das Angebot und die Nachfrage nach Garantien regeln.

“Verzerrter Wettbewerb”

Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) sieht das anders.

Er sprach von einem “verzerrten Wettbewerb” durch die Garantien, die Versicherer wollten unbedingt ihr Alleinstellungsmerkmal behalten. Die bAV-Reform sei deshalb ein “Meilenstein”. Das Garantieverbot werde den Wettbewerb stärken, nicht schwächen. (kb)

Foto: Cash.

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2 Kommentare

  1. Jeder diskutiert über die Vor- und Nachteile des Sozialpartnermodells. Habe ich etwas verpasst? Gibt es insoweit schon Gespräche oder gar Tarifabschlüsse der Sozialpartner?

    Die Unternehmen selbst können diese neuen Möglichkeiten (Zielrente, Optionsmodelle) erst nutzen, wenn es für Ihre Branche entsprechende Tarifverträge gibt. Die Tarifbindung spielt dabei eine dominante Rolle; bei KMU sind jedoch die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen ohne Tarifvertrag. Ob diese dann die Möglichkeit des Sozialpartnermodells freiwillig nutzen wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.

    Kommentar von Laub Wolfram — 27. Oktober 2017 @ 10:43

  2. Es ist eigentlich vollkommen egal was BVI oder GDV denken. Es kommt letztlich nur darauf an, was die Kunden wollen. Eine Zielrente, deren Höhe nicht feststeht und die im Alter dann auch noch sinken kann, löst bei Arbeitnehmern nach meiner Erfahrung jedenfalls keine Begeisterungsstürme aus.

    Kommentar von Helge von Hagen — 27. Oktober 2017 @ 10:02

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