19. Juni 2017, 13:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Digitaler Krankenversicherer Ottonova geht an den Start

Das Start-up Ottonova soll noch in dieser Woche seinen Geschäftsbetrieb als rein digitaler privater Krankenversicherer aufnehmen. Zudem hat sich mit der Debeka der Marktführer in der privaten Krankenversicherung (PKV) an dem Münchener Insurtech beteiligt.

Digitaler Krankenversicherer Ottonova in den Startlöchern

Der rein digitale Krankenversicherer Ottonova steht in den Startlöchern.

Der Koblenzer Versicherer Debeka investiert zehn Millionen Euro in Ottonova. Das berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. Debeka habe im Gegenzug “etwas mehr als zehn Prozent” der Ottonova-Aktien. Ottonova wolle den Geschäftsbetrieb am 21. Juni aufnehmen.

Gründer und CEO Roman Rittweger rechnet demnach damit, die erforderliche Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bis dahin in Händen zu halten.

Insgesamt verfügt das Insurtech über 40 Millionen Euro Kapital – eingesammelt bei namhaften Investoren wie Holtzbrinck Ventures, Vorwerk Ventures und Tengelmann Ventures.

Vertrieb ohne Makler und Vertreter

Auch über die Ausrichtung von Ottonova hat der Gründer mit der Zeitung gesprochen. Das Start-up will Kosten bei der Verwaltung und im Vertrieb gering halten. Der rein digitale Krankenversicherer plant, völlig auf die Zusammenarbeit mit Vertretern und Maklern zu verzichten.

Stattdessen will er seine Zielgruppe – “digital aktive, jüngere Menschen mit höherem Einkommen” – über die sozialen Netze erreichen. Die Beratung soll telefonisch erfolgen.

Die Kunden sollen durch Ottonova dabei unterstützt werden, gesund zu bleiben – durch eine App und andere digitale Hilfsmittel. (jb)

Foto: Shutterstock

 

Mehr zum Thema Insurtech:

“Ein Algorithmus sagt angepassten BU-Schutz zu”

“Wir bezeichnen uns als hybriden Versicherer”

Insurtechs: Treibstoff oder Zündstoff?

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Jede zehnte BU wird online abgeschlossen

Mit wenigen Klicks zur neuen Versicherung statt langwierig Papierformulare auszufüllen ist für viele Bundesbürger eine attraktive Alternative. Derzeit werden aber vor allem vergleichsweise einfache Versicherungen mit einem übersichtlichen Leistungsangebot online abgeschlossen. Nichtsdestotrotz setzt sich der Trend fort und die Anzahl von Online-Abschlüssen wächst weiter.

mehr ...

Immobilien

Eigenbedarfskündigungen als wichtiges Instrument für Eigentümer

Die Möglichkeit, gegebenenfalls in seine eigene, bislang vermietete Immobilie einziehen zu können, hat der Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen. Dazu gibt es das Instrument der Eigenbedarfskündigung. Voraussetzung ist die Tatsache, dass der Eigentümer selbst, ein naher Verwandter oder Haushaltsangehöriger den Wohnraum benötigt und dies im Kündigungsschreiben auch klar benannt wird.

mehr ...

Investmentfonds

DWS: Berichte über eine Schwäche des US-Arbeitsmarkts sind stark übertrieben

Zurzeit richten sich wieder einmal alle Augen auf die amerikanische Zentralbank. Deren Ankündigung, drei Jahre nach Beginn der Zinserhöhungen eine Pause einzulegen, trug im Januar 2019 maßgeblich zur Trendwende an den Märkten bei. Als Anfang Mai die erwartete Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ausblieb und die Märkte daraufhin mit erneuten Kursverlusten reagierten, waren es wieder die Worte von Zentralbankern, die für Beruhigung sorgten.

mehr ...

Berater

Personalmanagement 2025: So wird die Zukunft

Digitalisierung und Automatisierung verändern die Arbeitswelt grundlegend. Das Human Resource Management (HRM) hat die Aufgabe, Unternehmen bei dieser Entwicklung zu begleiten. Darauf sind viele Personalabteilungen aber noch nicht ausreichend vorbereitet. Im Personalmanagement werden der Studie “People Management 2025” zufolge bis zum Jahr 2025 andere HRM-Funktionen wichtiger sein als das klassische Personalmanagement.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds-HV: Aktionäre stimmen für weiteren Wachstumsschub

Mit einer Präsenz von rund 78 Prozent des Grundkapitals wurden auf der Hauptversammlung der Lloyd Fonds AG alle Beschlüsse zu den 12 Tagesordnungspunkten mit Zustimmungsquoten über 98 Prozent gefasst.

mehr ...

Recht

BFW: Enteignete Unternehmen bauen nicht

Berlin hatte vor einigen Tagen, wie von uns berichtet, als erstes Bundesland die Enteignung von Wohneigentum angekündigt. Aufgrund akuten Wohnungsmangels ist das Thema in den letzten Wochen ganz oben auf der Agenda. Nun meldet sich der auch BFW Landeverband Berlin/Brandenburg dazu und warnt davor, große private Wohnungsunternehmen zu enteignen.

mehr ...