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3. Juli 2017, 06:02
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Finanztest checkt Online-BU von Getsurance

Augen auf bei der Tarifvariante “Job Comfort” der ersten komplett digitalen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) des Insurtechs Getsurance. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin Finanztest in einer aktuellen Analyse.

Finanztest

So sieht ein Schritt des Antragsprozesses der neuen digitalen BU aus. Quelle: Webseite Getsurance

Finanztest hat die beiden derzeit online verfügbaren Getsurance-Tarife “Job Premium” und “Job Comfort” getestet.

Guter Schutz mit “Job Premium”

Insgesamt seien die Versicherungs­bedingungen der “Job Premium”-Police relativ gut. Zudem gehöre das Angebot zu den günstigeren Tarifen am Markt. Demnach zahle ein 30-Jähriger, der hauptsächlich im Büro arbeitet bis zu seinem 67. Geburts­tag circa 945 Euro jährlich für eine BU-Rente von monatlich 2.000 Euro.

Allerdings seien auch noch preisgünstigere BU-Versicherungen erhältlich. Bei einem sehr guten Versicherer gebe es einen gleichwertigen Schutz bereits ab 813 Euro im Jahr.

Augen auf bei “Job Comfort”

Die Variante “Job Comfort” leistet laut Finanztest nicht bei psychischen Erkrankungen. Daher könne die Wortwahl “Comfort” bei den Versicherungsnehmern falsche Erwartungen wecken. Dies umso mehr, da erwiesenermaßen ein Großteil der BU-Fälle auf psychische Erkrankungen und Nervenleiden zurückzuführen sind.

Beate Bexterm­öller, Projektleiterin bei Finanztest, moniert: “Der Begriff Comfort ist in diesem Kontext leicht irreführend”, denn der Versicherte erhalte keinen “allumfassenden Berufs­unfähigkeits­schutz”.

“Relativ guter BU-Schutz”

Das Verbrauchermagazin zieht das Fazit, dass der Tarif “Job Premium” Interessenten einen “relativ guten Berufs­unfähigkeits­schutz” bietet. Der Policenabschluss sei schnell gemacht und komplett digital. Das Ausfüllen komplizierter Anträge entfalle.

Die Tarifvariante “Job Comfort” könne für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen eine Option darstellen, sons­tige Invaliditäts­risiken abzu­sichern. Unbedingt beachtet werden solle allerdings der Leistungsausschluss bei Depressionen und sonstigen psychischen Erkrankungen. (nl)

Foto: Shutterstock


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6 Kommentare

  1. Ich zitiere: “Das Verbrauchermagazin zieht das Fazit, dass der Tarif “Job Premium” Interessenten einen “relativ guten Berufs­unfähigkeits­schutz” bietet. Der Policenabschluss sei schnell gemacht und komplett digital. Das Ausfüllen komplizierter Anträge entfalle.”

    Man beachte insbesondere den LETZTEN Satz!! Wart Ihr nicht diejenigen, die für diese bescheuerten Tapeziertisch-Anträge mit gesorgt habt?

    Kommentar von F. Peters — 3. August 2017 @ 12:15

  2. Ungeachtet des Kommentares möchte ich darauf hinweisen, dass sehr viele Vermittler meist zu schnell einen Kunden für unversicherbar halten. Die Sorgfalts- und Ordnungspflicht,macht meist viel zu viel Arbeit in deren Augen. Sicherlich wird auch hier auf die sorgfältige Recherche hingewiesen, der Kunde aber nicht bei dieser unterstützt, sodass ein Laie versucht, Sich mit einem Behandler/Arzt auseinanderzusetzen.

    Kommentar von Frank Dietrich — 4. Juli 2017 @ 11:06

  3. In den Versicherungsbedingungen fallen einige Unstimmigkeiten auf, etwa die von Herrn Kemnitz schon erwähnte streitanfällige Klausel über den Ausschluss gefährlicher Freizeitaktivitäten. Eine garantierte Leistungsfalldynamik wird nicht angeboten. Die Beitragsdynamik ist auf 2 % p.a. begrenzt und offenbar, was ungewöhnlich ist, standardmäßig immer eingeschlossen anstatt optional einschließbar. Positiv zu sehen ist das Modulsystem. Personen, die sonst keinen Schutz bekämen, können hier zumindest Teilabsicherungen (Job Basic: Leistungsanspruch bei unfallbedingter BU, Job Comfort: bei Krankheiten und Unfall, nicht aber bei psychischen Erkrankungen) erhalten. Ob die rein digitale Risikoprüfung praxistauglich ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

    Kommentar von Eckhard Borchardt — 4. Juli 2017 @ 11:03

  4. Richtig! Aber die beteiligte Firma F&B kommentiert auf der eignen HP, das man meist eben erst im Leistungsfall merkt, ob man versichert war. Das ist eben immer so, wenn Vertrieb vor Fachlichkeit und Sorgfalt geht, denke ich.Auch stellt sich die Fragen nach den vollständigen und wahrheitsgemäßen Gesundheitsangaben, deren Tragweite definitiv in den Hintergrund fällt.

    Kommentar von Frank Dietrich — 3. Juli 2017 @ 11:26

  5. Zum Tarif „Job Premium“ ergänzt die Stiftung Warentest aber auch: „Allerdings müssen Kunden wissen, dass der Versicherer nicht leistet, wenn der Versicherte aufgrund einer gefährlichen Freizeitaktivität wie Bergsteigen, Kampfsport oder Fallschirmspringen berufsunfähig wird.“

    Und wer sich die Versicherungsbedingungen genauer anschaut, muss feststellen, dass die gefährlichen Freizeitaktivitäten dort nur beispielhaft aufgeführt sind. Der Versicherte muss sich bei einer Berufsunfähigkeit infolge eines Unfalls offenbar überraschen lassen, ob seine Freizeitaktivität mitversichert war. Transparenz sieht anders aus!

    Kommentar von Gerd Kemnitz — 3. Juli 2017 @ 10:34

  6. “gut” Ist nicht definiert und eine Sache des Betrachters. Liest und findet man die regulative in den Bestimmungen, so ist dieser Versicherungsschutz im Grunde nicht vermittelbar, wenn man sich andere Angebote am Markt ansieht. Es geht ihm nicht um Quantität, sondern Qualität. Getsurance muss man sich leisten können denke ich

    Kommentar von Frank Dietrich — 3. Juli 2017 @ 08:32

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