15. März 2017, 08:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kaskoversicherung: Keine Schadenübernahme bei “Unredlichkeit”

Macht ein Versicherungsnehmer wechselnde und widersprüchliche Angaben zu den Umständen einer Fahrzeugbeschädigung, dann muss der Kaskoversicherer den entstandenen Schaden nicht übernehmen. Dies entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm.

Kaskoversicherung

Bei unredlichem Verhalten des Versicherten muss die Kaskoversicherung nicht leisten.

In dem Streitfall machte der Kläger gegen seinen Kaskoversicherer Entschädigungsansprüche wegen des Klaus mehrerer Fahrzeugteile geltend. Der Versicherer glaubte den Ausführungen des Versicherten nicht und verweigerte die Übernahme des Schadens.

In seinem Urteil vom 26. Oktober 2016 (Az.: 20 U 197/15) gibt das OLG Hamm dem Kaskoversicherer recht.

“Redlichkeit des Versicherungsnehmers”

So schreibt der Senat zwar, dass keine strengen Anforderungen an den Nachweis eines Diebstahls zu stellen sind, “um den Versicherungsschutz nicht zu entwerten”.

Allerdings müsse von der “Redlichkeit des Versicherungsnehmers” ausgegangen werden können. In diesem Fall habe sich der Versicherte aber in Widersprüche verstrickt und voneinander abweichende Angaben gemacht. So habe er nicht einmal eine genaue Aussage dazu treffen können, zu welchem Zeitpunkt er sein Auto geparkt habe. Dies sei aber der darzulegende “Minimalsachverhalt”.

Aus diesem Grund könne nicht mehr vom “Regelfall des redlichen Versicherungsnehmers” ausgegangen werden. (nl)

Foto: Shutterstock

 

Mehr zum Thema:

BGH-Entscheid: Absage an EU in BU-Mantel

Krankentagegeld: Wann wird aus AU eine BU?

Kapitallebensversicherung: Einkommen oder Vermögen?

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Altersarmut trifft vor allem Frauen 

Frauen trifft die Altersarmut immer stärker. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung steigt die Zahl der alleinstehenden 67-Jährigen, deren Einkommen nicht fürs Leben reicht, in den nächsten Jahren rasant an: Von gut 16 Prozent in 2016 auf knapp 30 Prozent in 2036.
 Was Frauen tun können, hat die Arag aufgelistet.

mehr ...

Immobilien

Warburg-HIH Invest verkauft Bürogebäude in Hamburg an Berenberg-Fonds

Die Warburg-HIH Invest Real Estate GmbH hat in der Schäferkampsallee im Hamburger Bezirk Emsbüttel eine Büroimmobilie an einen von Berenberg initiierten Fonds verkauft.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Rekord bei ETF in Europa

Lyxor ETF Research veröffentlicht heute seinen Bericht “Money Monitor 2019”, eine eingehende Analyse der Zuflüsse in ETFs von Anbietern mit Sitz in Europa. Der Bericht berücksichtigt erstmals auch die Zuflüsse in aktive Fonds. Die neue Publikation basiert auf der Untersuchung von 47.000 Fonds und ETFs und bietet damit einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Trends und Treiber in der europäischen Vermögensverwaltungsbranche.

mehr ...

Berater

Erbrecht: Fünf Irrtümer und wie Sie diese vermeiden

Rund um den Tod und das Erbe treten Fragen auf. Dazu gehören vermeintliche Sätze wie etwa: „Für die Beerdigung meines Vaters zahle ich keinen Cent“ oder „Meine enterbten Kinder bekommen nichts vom Nachlass“. Aufgrund dieser Irrtümer schließen viele Menschen gar keinen Erbvertrag ab und lassen die Planung nach dem eigenen Tod außen vor. Wie man besser vorgehen sollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT baut Geschäft mit Privatanlegern aus

Die BVT Unternehmensgruppe, München, konnte im vergangenen Jahr bei professionellen, semiprofessionellen und Privatanlegern insgesamt 146 Millionen Euro Eigenkapital platzieren. Einen Schwerpunkt bildete die Anlageklasse US-Immobilien, in der 2019 erstmals seit 10 Jahren auch wieder eine Beteiligungsmöglichkeit für Privatanleger angeboten wurde.

mehr ...

Recht

Begrenzt mobil: Elektromobilität in der Wohneigentumsgemeinschaft

Wer in der Wohneigentumsgemeinschaft (WEG) auf E-Mobilität setzen möchte, stößt auf eine Reihe von Hindernissen – menschlicher und technischer Natur. So manche Verwaltung winkt angesichts der Schwierigkeiten ab.

mehr ...