1. März 2017, 09:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflegezusatztarife: Alles neu macht das PSG II

Nach der Verabschiedung des PSG II hatte die Assekuranz ein Jahr Zeit, sich auf die Umstellung vorzubereiten – um jetzt neue und angepasste Pflegetarife zu präsentieren. Allgemein ist der Beitrag in der Pflegezusatz 2017 gestiegen – und sogar Verbraucherschützer zeigen Verständnis.

Pflegezusatztarife

Dr. Rainer Reitzler, Münchener Verein: “Die Versicherungsbedingungen für alle unsere Pflegezusatztarife haben wir an den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und die neuen fünf Pflegegrade angepasst und unsere Kunden umfassend über die Neuerungen informiert.”

So hat die DFV Deutsche Familienversicherung bereits Anfang Oktober eine Pflegezusatzversicherung auf den Markt gebracht, die nach den neuen gesetzlichen Regelungen des PSG II funktioniert. Zudem hat das Unternehmen die “DFV Deutschlandpflege” auf Grundlage eines komplett neuen Rechnungzinses kalkuliert – 1,75 Prozent statt bisher 2,75 Prozent.

“Mit der Folge, dass wir die Beiträge trotz Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf lange Sicht nicht anpassen müssen und die Kunden nicht mit niedrigen Monatsbeiträgen ködern, um diese dann nach zwei bis drei Jahren zu erhöhen”, betont DFV-Vorstandschef Stefan Knoll. Die Umstellung der alten “Deutschlandpflege”-Kunden soll Anfang April erfolgen.

Bei der Axa wurde die Tarifreihe Flex im Zuge der Pflegereform zum 1. Januar 2017 an die aktuelle Situation der gesetzlichen Pflege angepasst.

“Die Umstellung der Pflegetarife folgte der vom Kunden ursprünglich gewählten Absicherung. Die Tarife wurden auf die neuen Pflegegrade umgestellt. Unsere Versicherten mussten hierfür nicht selbst aktiv werden”, erklärt Hans-Josef Schmitz, Leiter Geschäfts- und Produktpolitik der Axa Krankenversicherung.

Für Neukunden bietet das Unternehmen seit Oktober die Pflegevorsorgetarife Vario an. “Diese sind so flexibel aufgestellt wie bislang der Tarif Pflegevorsorge Flex und orientieren sich an der neuen Aufteilung nach fünf Pflegegraden”, so Schmitz.

Kunden müssen sich nicht kümmern

Auch bei der Münchener Verein mussten sich die Bestandskunden im Zuge der Reform um nichts kümmern. “Die Versicherungsbedingungen für alle unsere Pflegezusatztarife haben wir an den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und die neuen fünf Pflegegrade angepasst und unsere Kunden umfassend über die Neuerungen informiert. Unsere Versicherten, die bereits pflegebedürftig sind, haben zudem die Garantie, dass sie nicht schlechtergestellt werden und durch die Umstufung in einen Pflegegrad gegebenenfalls sogar mehr Geld als vorher erhalten”, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Reitzler.

Neukunden sollen von Beginn an einen an die neue Pflegewelt angepassten Versicherungsschutz mit der zusätzlichen Garantie erhalten, sodass sie ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeiten in neu aufgelegte Pflegetarife wechseln können.

Seite zwei: Gestiegener Beitrag 2017

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Unabhängigkeit des MDK in Gefahr

Den Verwaltungsräten der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) droht nach der geplanten Organisationsreform eine Schwächung ihrer Unabhängigkeit. Davor warnt der BARMER-Verwaltungsrat anlässlich seiner heutigen Sitzung in Berlin.

mehr ...

Immobilien

Baugenehmigungen: Baupolitik ist eingeschlafen

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Baugenehmigungen von Januar bis April 2019 in Deutschland um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sei um 5,2 Prozent, die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 0,5 Prozent gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Rezession: J.P. Morgan sieht vier Szenarien

Angesichts der spätzyklischen Phase der US-Wirtschaft fragen sich Anleger, wann die nächste Rezession einsetzen wird und wie sie sich am besten darauf vorbereiten können. Aktuell stellt sich zudem die Frage, ob eine Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China die Rezessionsgefahr noch verstärken könnte. Ein Kommentar von Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management.

mehr ...

Berater

So erreichen Sie jeden Kunden

Wo informieren sich Konsumenten über Produkte und Dienstleistungen? Für 59 Prozent der volljährigen Verbraucher in Deutschland sind Onlinemedien im Web 1.0 die meistgenutzte Quelle für solche Produktinfos, für 22 Prozent hingegen traditionelle Medien wie Zeitungen und Fernsehen. Welcher Kanal und welcher Stil im Einzelfall die richtige Wahl für eine erfolgreiche Kundenansprache ist, hängt von der jeweiligen Zielgruppe ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Berliner Senat berät über Verbot von Mieterhöhungen

Bleibt Mietern in Berlin fünf Jahre lang eine Mieterhöhung erspart? Der rot-rot-grüne Senat berät ein Eckpunktepapier, das in ein Gesetz münden könnte. Doch es gibt viele Zweifler.

mehr ...