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13. Juni 2017, 06:28
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Neuartige Unfallpolicen: Invaliditätsgrad irrelevant

Neuartige Unfallversicherungen, einer Haftpflichtversicherung nicht unähnlich, können eine Alternative zu den klassischen Unfalltarifen darstellen. Wie sind diese neuen Policen aufgebaut und wann leisten sie?

Gastbeitrag von Ellen Ludwig, Geschäftsführerin von Ascore Das Scoring

Unfalltarife

“Die lange Tradition der Unfallversicherung verhindert ein schnelles Umdenken für die neuartige ‘Unfall-Kosten-Versicherung'”.

Neuartige Unfallversicherungen, die leistungsmäßig wie eine Haftpflichtversicherung funktionieren, können eine Alternative zu den klassischen Unfalltarifen darstellen.

Invaliditätsgrad irrelevant

Das heißt, der Versicherer ersetzt die durch den Unfall entstandenen Kosten oder entgangenen Einnahmen, als ob der Versicherer der Unfallverursacher wäre. Auf einen Invaliditätsgrad nach Gliedertaxe kommt es bei diesen Unfalltarifen nicht an.

Geleistet wird,wenn ein dauerhafter Schaden, der durch einen Unfall verursacht wurde, festgestellt wird. Definitionsgemäß ist ein “dauerhafter Schaden” bei beiden Tarifen eine Beeinträchtigung, die voraussichtlich mindestens drei Jahre besteht.

Schmerzensgeld ist absicherbar

Diese Art der Unfallversicherung zahlt für nachgewiesene finanziellen Folgen, die ein Unfall mitunter ein Leben lang nach sich zieht. Finanzielle Folgen sind beispielsweise Verdienstausfall, Umbaukosten, Haushaltsführungskosten, Pflegekosten aber auch Rentenminderung und Ausgleich von Einkommensverlusten. Auch ein Schmerzensgeld ist absicherbar.

Die Höhe der Leistung ist abhängig von den individuell anfallenden Kosten bis zu einer Gesamtleistung von maximal zehn Millionen Euro. Derzeitige Anbieter sind die Bayerische mit dem Tarif “Unfall Individual” und der Volkswohlbund über seine Internet-Vertriebsgesellschaft Prokundo mit dem Tarif “Gleichgewicht”.

Auch bei diesen Tarifen kommt es darauf an, dass der Unfallbegriff möglichst weit gefasst ist, damit im Leistungsfall Klarheit besteht, was als Unfall gilt und was nicht.

Seite zwei: Lange Tradition verhindert Umdenken

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1 Kommentar

  1. Vielleicht wird es zukünftig irgendwann eine Alternative zur bisherigen Unfallversicherung. Solange diese Art von Unfallversicherungen eine Unterversicherung, wie z.B. in der Hausratversicherung kennt und erst nach Vorleistung einer gesetzlichen Versicherung zahlt, dauert es wohl noch etwas.
    Man muss dabei bedenken, dass hier bei einer Unterversicherung jeder einzelne Kostenpunkt gekürzt wird. Habe ich in der herkömmlichen Unfallversicherung eine zu geringe Summe vereinbart, bekomme ich diese und kann mir überlegen, welche Kosten ich damit abdecke.
    Wieso ich meine sämtlichen Kosten versichern soll und danach aber nur eine um die gesetzliche Vorleistung gekürzte Leistung erhalte, erklärt sich auch nicht von selbst.

    Kommentar von R. André Klotz — 13. Juni 2017 @ 08:17

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