Allianz will mehr Gewinn und europäischen Online-Versicherer

Einfachere Verträge und einheitliche Angebote für ganz Europa: Die Allianz will einen neuen Online-Versicherer starten und ihren Gewinn in den nächsten Jahren weiter steigern.

Für die Zeit bis 2021 hat sich die Allianz-Führung „mehr als 180 Prozent“ zum Ziel gesetzt – was an der Börse nicht gut ankam.

„Wir wollen ein einheitliches Angebot für die Kunden über ganz Europa hinweg“, sagte Allianz-Chef Oliver Bäte am Freitag beim Kapitalmarkttag des Konzerns in München.

Für Kunden und Mitarbeiter soll es einfacher werden, und die Kosten sollen sinken. Auch ein Stellenabbau sei möglich. „Dieser ist aber nicht das Ziel“, sagte Bäte.

Mit ihren Finanzzielen für die kommenden Jahre konnte die Allianz an der Börse nicht überzeugen. Die Aktie verlor gegen Mittag 0,85 Prozent an Wert auf 187,54 Euro und gehörte damit zu den schwächeren Werten im Dax.

Gewinnziele im Rahmen der Erwartung

Nach Ansicht von UBS-Analyst Jonny Urwin bewegten sich die Gewinnziele zwar im Rahmen der Erwartungen; die Vorgabe für die Kapitalstärke trübt aus seiner Sicht aber das Bild.

Das operative Ergebnis soll zwischen 2018 und 2021 im jährlichen Schnitt um mehr als vier Prozent wachsen, wie Finanzchef Giulio Terzariol ankündigte.

Grundlage dafür ist ein operativer Gewinn von 11,1 Milliarden Euro – die Mitte der bisherigen Zielspanne für 2018. Die Spanne reicht insgesamt von 10,6 bis 11,6 Milliarden Euro. Terzariol deutete an, dass die Allianz hier aber den oberen Bereich erreichen könne.

Seite zwei: Jährliches Plus von mehr als fünf Prozent

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