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12. Januar 2018, 06:00
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Kompositversicherung: Faktoren für die Zukunftsfähigkeit

Im Zuge der rapide fortschreitenden Digitalisierung wachsen die in der Versicherungsbranche zu analysierenden Datenmengen unaufhörlich an. Kompositversicherer sollten diese für Voraussagen zum Kundenverhalten nutzen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Kompositversicherung: Faktoren für die Zukunftsfähigkeit

Aktualisierung und Analyse bestehender Kundendaten werden die wichtigste Aufgabe des Bestandsmanagements.

Um die wichtigsten Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kompositversicherung zu identifizieren, analysierte der Softwareentwickler Adesso Insurance Solutions in Zusammenarbeit mit den Versicherungsforen Leipzig diverse Trends der Branche.

Zu den untersuchten, sogenannten Megatrends zählten unter anderem Künstliche Intelligenz (KI), Big Data und Cybercrime. Die Effekte dieser Trends auf die Wertschöpfungskette von Kompositversicherern wurden analysiert, und die sich daraus ergebenden Handlungsempfehlungen in Thesen zusammengefasst.

Auf Basis einer Online-Befragung von insgesamt 128 Branchenvertretern wurde dann der Status quo der Branche ermittelt, mit dem anschließend die aufgestellten Thesen im Zuge einer Gap-Analyse verglichen wurden. Aus der entstandenen Diskrepanz konnten schließlich relevante Handlungsfelder identifiziert werden.

Schaden- und Bestandsmanagement

Zu den zentralen Ergebnissen der Studie zähle die Erkenntnis, dass Aktualisierung und Analyse bereits bestehender Kundendaten, sowie deren Erweiterung in Zukunft wichtigste Aufgabe des Bestandsmanagements werden.

So können laut den Experten von Adesso sogenannte Cross- und Up-Selling-Möglichkeiten aufgedeckt und die Kundenbindung gestärkt werden.

Was das Schadenmanagement angehe, biete die zunehmende Technologisierung neue Risikobereiche und Haftungsfragen, sowie Möglichkeiten bereits bestehenden Risikolagen vorzubeugen. Schadenbearbeitung und Betrugserkennung erfolgen in Zukunft weitgehend automatisiert.

Underwriting und Vertrieb

Adesso zufolge müsse im Underwriting ein bereichsübergreifend kundenzentriertes Denken entwickelt werden um Produktentwicklung und Vertrieb zu fördern.

Neue technologische Möglichkeiten wie die Echtzeit-Datenauswertung und Predictive Analytics seien derweil “Stellhebel eines automatisierten Underwritingprozesses.”

Im Vertrieb finde durch Technologisierung und Verbreitung digitaler Assistenten eine Neudefinition des Vertriebspartners statt, die sich auf empathische Betreuung im Schadenfall und digital unterstützte Beratung in komplexen Versicherungsfragen konzentriere.

Produktmanagement und IT

Trotz flexiblerem Produktangebot sei es notwendig, die Komplexität der Produktmöglichkeiten zu reduzieren oder zugunsten einer individuellen Austarifierung durch KI zu entwickeln.

In diesem wichtigen Prozess sei die stärkere Anbindung von IT-Schnittstellen zum Erhalt von Daten und ihrer Analyse absolut unerlässlich.

Im Bezug auf die IT ist Adesso zufolge ein grundlegender Wandel von Unternehmenskultur und Management nötig, da sie als dezentralisiertes Unternehmensorgan mittels Projektteam die anderen Wertschöpfungsbereiche des Unternehmens unterstützen soll. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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