12. Juni 2018, 12:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Map-Report: Solvabilität im Vergleich 2008 bis 2017

Am 7. Mai haben die deutschen Versicherungsunternehmen zum zweiten Mal ihren “Solvency and Financial Condition Report (SFCR-Bericht) veröffentlicht. Nun bietet die Map-Report-Redaktion einen Vergleich der Bedeckungsquoten für 83 Lebens- und 36 private Krankenversicherer.

Map-Report: Solvabilität im Vergleich 2008 bis 2017

Zwischen den Solvabilitätsquoten der 83 Lebensversicherungsunternehmen bestehen teils deutliche Unterschiede.

Für die Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung (SCR) wendeten 72 Lebensversicherer die Standardformel und elf Unternehmen ein (partielles) internes Modell an.

Unter den Krankenversicherern benutzte die Central ein partielles, Allianz, Axa und DKV vollständig interne Modelle an. Die weiteren 32 Anbieter verwendeten laut Map-Report die Standardformel.

Von den 83 untersuchten Lebensversicherern wendeten 45 die Übergangsmaßnahmen für versicherungstechnische Rückstellungen gemäß Paragraf 352 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und die Volatilitätsanpassung nach Paragraf 82 des VAG an.

Mehrheit verwendet Volatilitätsanpassung

Elf Lebensversicherer nutzten Map-Report zufolge ausschließlich die Übergangsmaßnahme für versicherungstechnische Rückstellungen, während sich weitere zehn Unternehmen als einzige Maßnahme der Volatilitätsanpassung bedienten.

Die Übergangsmaßnahme für risikofreie Zinssätze gemäß Paragraf 351 VAG wurde von der WWK in Kombination mit der Volatilitätsanpassung angewendet.

In der Summe verwendeten 55 Lebensversicherer die Volatilitätsanpassung, ebenfalls 55 Lebensversicherer die Übergangsmaßnahmen für versicherungstechnische Rückstellungen und ein Lebensversicherer die Übergangsmaßnahme für risikofreie Zinssätze.

Durchweg ausreichende SCR-Bedeckung

Unter den Krankenversicherern nutzten bis Ende 2017 zwei Anbieter die Übergangsmaßnahmen für die versicherungstechnischen Rückstellungen. Fünf Mal wurde die Volatilitätsanpassung genutzt. Als einziger Krankenversicherer kamen bei der Gothaer beide Maßnahmen zum Einsatz.

Alle 83 Lebensversicherungsunternehmen konnten zum Jahresende 2017 eine ausreichende SCR-Bedeckung nachweisen. Doch das gelang laut Map-Report oftmals nicht ohne die für den Übergang auf das neue Eigenkapitalregime vorgesehenen Hilfen.

Zwischen den Quoten der einzelnen Versicherungsunternehmen gab es dabei deutliche Unterschiede. Die aufsichtsrechtlich relevante SCR-Quote der Branche (anrechenbare Eigenmittel der Branche im Verhältnis zum SCR der Branche inklusive Übergangsmaßnahmen) belief sich auf 400,7 Prozent (Vorjahr 402,0 Prozent).

Seite zwei: Die höchsten und niedrigsten Quoten

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...