20. November 2019, 11:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Elementarrisiken: Das unterschätze Problem

Besorgniserregender Naturgefahrenreport: Zehn Millionen Häuser in Deutschland sind nicht gegen Elementarrisiken versichert.

Versicherungssumme-flut in Elementarrisiken: Das unterschätze Problem

Naturkatastrophen wie beispielsweise Überschwemmungen können für Hausbesitzer extrem teuer werden – allerdings sind immer noch zu wenig Immobilieneigentümer versichert.

Der aktuelle Naturgefahrenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht deutlich, wie stark die Natur im letzten Jahr Schäden und teilweise Verwüstung verursacht hat: Naturgewalten haben 2018 insgesamt 3,1 Milliarden Euro Versicherungsschäden an Häusern, Kraftfahrzeugen, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft verursacht. Allein Starkregen und Hochwasser schlagen mit gut 500 Millionen Euro zu Buche. Damit gehört das letzte Jahr zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre.

Bei Versicherten herrscht oft Unsicherheit

Viele Versicherte wissen jedoch gar nicht, ob und in welchem Umfang sie abgesichert sind. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Hamburger Insurtech Helden.de mit mehr als 1.000 Bundesbürgern.

Durch nicht vorhandene oder ausreichende Versicherungen waren jedoch längst nicht alle Unwetterschäden auch versichert. Während bundesweit fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, fehlt laut des Reports rund zehn Millionen Hausbesitzern und Hausbesitzerinnen der Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser. Ist dieses Risiko nicht abgesichert bleiben die Geschädigten künftig auf den entstandenen Kosten sitzen, da sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer darauf verständigt haben, keine Hilfsgelder mehr auszuzahlen. Bei immensen Schäden droht den Betroffenen somit der finanzielle Ruin.

Laut der Studie „Versicherungsschutz im Alltag“, antworteten rund 70% der Befragten, ob Sie gegen Schäden durch Starkregen versichert seien, mit „Ich weiß nicht“ oder „Nein, dagegen bin ich nicht versichert“.

Dabei sind bei einer guten Hausratversicherung nicht nur der Einbruchdiebstahl, sondern auch Schäden durch Naturgefahren einschließlich Starkregen und Überschwemmungen abgesichert. Auch bei grob fahrlässig verursachten Schäden leisten sehr gute Tarife ohne Abstriche – denn wer möchte mit einem Versicherungsunternehmen um die Entschädigung feilschen. Durch die Hausratversicherung wird der Verlust des eigenen Sachvermögens abgesichert – sie gehört sowohl für Haus- und Wohnungseigentümer als auch Mieter zu den wichtigsten Policen.

Bundesbürger wollen eine faire Versicherung mit leistungsstarken Produkten

Aber wie sieht die optimale Hausratversicherung aus? Die meisten Bundesbürger wünschen sich vor allem eine reibungslose Abwicklung, wenn Leistungen in Anspruch genommen werden müssen. Dabei ist es zwei von drei Versicherten wichtiger, dass große, existenzielle Schäden zügig und ohne lange Diskussionen bezahlt werden, als dass kleinere Schäden ohne Selbstbeteiligung reguliert werden. Die Bundesbürger wissen also offenbar sehr genau, wofür eine Versicherung wirklich wichtig ist und wofür eben nicht.

Verlässlichkeit steht bei den Deutschen hoch im Kurs. Auf die Frage, was ihnen bei einem Versicherungsunternehmen am wichtigsten sei, rangieren die Einhaltung von Versprechen und die faire Abwicklung im Schadensfall auf Platz 1 der meisten Befragten (61 Prozent). Gleich dahinter landet mit 58 Prozent der Punkt „verständliche und leistungsstarke Produkte“, gefolgt von einem „vorbildlichen Kundenservice mit konkreten Ansprechpartnern“ (51 Prozent).

Neuer Hausratschutz sichert ab

Das Hamburger InsurTech helden.de hat seine Produktwelt jüngst um einen neuen Hausrat-Schutz erweitert. Ab sofort ist der Hausrat der User pauschal mit 500.000 Euro versichert. Für alle automatisch mit abgesichert sind auch Elementar- und Glasschäden sowie Fahrräder und E-Bikes.

Damit schwere Schäden im eigenen Zuhause, die Starkregen und über die Ufer tretende Flüsse anrichten können, umfänglich abgesichert. Ein leistungsstarker und fairer Versicherungsschutz ist im Fall der Fälle das A und O.

Bei helden.de entfällt ferner die mühsame Ermittlung der Versicherungssumme, da jeder Haushalt pauschal mit 500.000 Euro versichert ist. Darüber hinaus wird generell auf eine Kürzung der Leistung bei grob fahrlässig verursachten Schäden verzichtet, so wenn zum Beispiel ein Einbruchdiebstahl durch ein lediglich gekipptes Fenster begünstigt wurde oder Regen durch ein nicht verschlossenes Dachfenster eintritt. Die User genießen bei helden.de auch schon dann verbesserten Versicherungsschutz, wenn noch Vorverträge laufen – über die sogenannte Lückenlosgarantie. Und sollte der Fall eintreten, dass ein Wettbewerbsprodukt im Schadenfall bessere Leistungen erbracht hätte, greift die Top Schutz Garantie – das heißt, helden.de leistet dann nach dem Wortlaut des Wettbewerbsproduktes.

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Von wegen sicher: Rentenniveau sinkt auf 43 Prozent

Der Staat pumpt immer mehr Steuerzuschüsse in die gesetzliche Rente. Ohne eine Reform wird Rentennivau bis 2045 auf 43 Prozent sinken. Und der Beitrag auf 23 Prozent steigen. Eine Regierungsantwort gibt Einblick in die Berechnungsgrundlagen der Rentenkommission.

mehr ...

Immobilien

Karlsruhe verwirft Eilantrag gegen Berliner Mietendeckel

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag von Vermietern gegen den Berliner Mietendeckel als unzulässig verworfen. Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei verfrüht, entschied die 3. Kammer des Ersten Senats in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss (1BvQ 12/20).

mehr ...

Investmentfonds

Finanzberatung: Jetzt die Weichen für die Zukunft richtig stellen

Von der Regulierung über das Niedrigzinsumfeld und dem Kostendruck bis zur Digitalisierung – die Branche der Finanzberatung hat derzeit mit einigem Gegenwind zu kämpfen. Doch wer die Weichen richtig stellt, dem bietet dieser Wandel auch Chancen. Ein Gastbeitrag von Markus Weis, Vanguard

mehr ...

Berater

Eine Beschwerde? Bitte her damit!“

Kundenbindung: Eine Beschwerde ist für ein Unternehmen fast schon ein Glücksfall, um Kunden zu begeistern und zu binden. Darum sollte es dem verärgerten Kunden so leicht wie möglich gemacht werden, sich zu beschweren. Ein Beitrag von Führungskräftecoach Dr. Bernd M. Wittschier

mehr ...

Sachwertanlagen

Bafin-Präsident Hufeld: „Wir betrachten einzelne Risikotreiber genauer“

Felix Hufeld, EZB-Aufsichtsratsmitglied und Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, spricht über die hochrangige Überprüfung des Kernaufsichtsprozesses, die Bedeutung des ICAAP, digitale Entwicklungen und andere Finanzdienstleistungen.

mehr ...

Recht

Wo die Liebe hinfällt: Liebesbeziehungen unter Kollegen

Wer sich am Arbeitsplatz in einen Kollegen verliebt, darf das in Deutschland ganz offiziell tun und es sogar zeigen. Denn für private Liebesbeziehungen – auch wenn sie im Büro ihren Anfang genommen haben – gilt ein garantiertes Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. Doch auch wenn es so im Grundgesetz steht, kann Liebe unter Kollegen durchaus tückisch sein und zu Problemen führen. Vor allem, wenn es sich ausgeturtelt hat. Ein rechtlichen Leitfaden über goes and no goes einer Büroliebe hat die Arag pünktlich zum Valentinstag zusammengestellt.

mehr ...