Bilanz 21′: LV 1871 mit sattem Plus im Neugeschäft

Foto: LV 1871
Wolfgang Reichel, Vorstandsvorsitzender der LV 1871 konnte zum 150-jährigen Jubiläum sehr gute Bilanzkennzahlen präsentieren.

Im 151. Geschäftsjahr präsentiert der LV 1871 Konzern sehr gute Ergebnisse. Das Konzernergebnis stieg von 7,6 auf 8,4 Millionen Euro. In der Lebensversicherung legte die Beitragssumme des Neugeschäfts um 41,7 Prozent zu. Eine erneut sehr deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Solvenzquote und ein hohes Finanzstärke-Rating runden das Ergebnis ab. Der Konzern sieht die Stabilität und Zukunftsfähigkeit seines Geschäftsmodells bestätigt.

„Bedarfsgerechte Produkte, die frühzeitige Digitalisierung unserer vertrieblichen Touchpoints, die persönliche und technische Unterstützung unserer Geschäftspartner und Kunden sowie ein erfolgreiches Kapitalanlagemanagement sind unsere zentralen Erfolgsfaktoren“, sagt Wolfgang Reichel, Vorstandsvorsitzender der LV 1871 bei der Vorlage der Bilanzkennzahlen.

Die gebuchten Bruttobeiträge des Konzerns stiegen um 9,5 Prozent von 847,3 auf 928,2 Millionen Euro. Die laufenden Beiträge wuchsen um 4,3 Prozent von 541,2 auf 564,2 Millionen Euro. Einmalbeiträge wurden um 18,9 Prozent von 306,1 auf 364 Millionen Euro erhöht. Ein großer Teil davon ist nach Unternehmensangaben auf fondsgebundenes Geschäft der LV 1871 sowie der beiden Töchter in Liechtenstein, LV 1871 Private Assurance AG und LV 1871 Pensionsfonds AG zurückzuführen. 

Starkes Neugeschäfts- und Beitragswachstum

Besonders die Steigerung der Beitragssumme des Neugeschäfts bei der Muttergesellschaft LV 1871 Lebensversicherung a. G. München (LV 1871) im Geschäftsjahr 2021 um 41,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro liegt deutlich über dem Marktniveau. Maßgeblich beigetragen zum Erfolg hätten vor allem das fondsgebundene Altersvorsorgegeschäft im privaten und betrieblichen Segment sowie das bereits seit Jahren stark wachsende Berufsunfähigkeitsgeschäft, teilte der Konzern weiter mit. Die gebuchten Beitragseinnahmen der LV 1871 stiegen marktüberdurchschnittlich um 12,8 Prozent auf 759,2 Millionen Euro. Die laufenden Beiträge hatten daran einen Anteil von 67 Prozent und stiegen auf 508,8 Millionen Euro.

Solvenzquote: 410 Prozent ohne Hilfs- und Übergangsmaßnahmen

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 betrug die Solvenzquote 410 Prozent ohne die vorgesehenen Hilfs- und Übergangsmaßnahmen. Damit verfügt das Unternehmen über mehr als den vierfachen Wert der aufsichtsrechtlich geforderten Eigenmittel.

Fitch Ratings hat die LV 1871 zum 17. Mal in Folge mit dem Finanzstärkerating A+ ausgezeichnet, bei weiterhin stabilem Ausblick. Die Agentur hebt in ihrer Bewertung die sehr starke Kapitalausstattung, das erfolgreiche Kapitalanlagemanagement, die hohen, stabilen versicherungstechnischen Erträge sowie den umsichtigen Produktmix der LV 1871 hervor. Bereits über zwei Drittel des laufenden Bestandsbeitrags resultieren aus Biometrie- oder fondsgebundenen Verträgen und sind damit weitgehend unabhängig vom Kapitalmarkt. Im Neugeschäft beträgt dieser Anteil bereits deutlich über 80 Prozent.

Das Eigenkapital der LV 1871 stieg um 4,5 Prozent auf 139 Millionen Euro. Der Zinszusatzreserve wurden 58,1 Millionen Euro zugeführt, sodass sich zum Jahresultimo ein Bestand von 630,7 Millionen Euro ergab. Auch für 2022 bestehe damit ein hervorragendes Sicherheitsniveau, betont die LV 1871.

Erfolgreiches Kapitalanlagemanagement: Nettoverzinsung bei vier Prozent

Mit den gut diversifizierten Kapitalanlagen (Marktwert: 7.456,4 Millionen Euro) konnte die LV 1871 eine Nettoverzinsung von vier Prozent erzielen (2020: 4,1 Prozent). Die Nettobewertungsreserven betrugen 1.504,8 Millionen Euro. Damit ergibt sich eine Reservequote bezogen auf den Buchwert der Kapitalanlagen (5.947,4 Millionen Euro) in Höhe von 25,3 Prozent (2020: 26,6 Prozent).

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