Anzeige
12. Januar 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Banken-Studie: Zufriedenheit ≠ Vertrauen

Zufriedene Bankkunden vertrauen nicht unbedingt ihrer Hausbank. Das zeigt eine von dem internationalen Marktforschungsinstitut Forrester Research bei über 23.000 Finanzkunden in sieben europäischen Staaten durchgeführte Befragung.

“Obwohl 64 Prozent der europäischen Bankkunden sagen, dass sie mit ihrer Hauptbank zufrieden sind und nur fünf Prozent ihr Bankinstitut innerhalb der nächsten 24 Monate wechseln wollen, ziehen nur 24 Prozent ihre jetzige Bank für die Einrichtung eines Sparkontos in Betracht”, erläutert Cliff Condon, Principal Analyst für Financial Services bei Forrester. Der Grad der Kundenzufriedenheit sei nicht das eigentliche Problem der Kundenbeziehung, denn die meisten Kunden haben laut Condon keine tiefere emotionale Bindung zu ihrer Bank. ?Um die für die Verstärkung von Produkt-Cross-Sales und Kundenloyalität notwendige emotionale Bindung zu erzeugen, brauchen die Banken eine neue Strategie zum Aufbau der Kundenbeziehung.”

Die Schließung von Niederlassungen, Gebührenerhöhungen, Fehlverkäufe und Bankenzusammenschlüsse der Vergangenheit zeigen demnach durchaus Einfluss auf die Kunden ? laut Studie glaubt nur ein Drittel der Umfrageteilnehmer an eine faire Behandlung durch ihre Finanzdienstleister. Weniger als die Hälfte der Kunden vertraue zudem den Empfehlungen ihrer Bank. Im Durchschnitt glauben nur 24 Prozent der europäischen Kunden daran, dass ihr Interesse und nicht das Profitdenken bei den Banken im Vordergrund steht. Und obwohl 64 Prozent der Kunden mit ihrer Bank zufrieden sind, glauben 75 Prozent, das die Bank nicht in ihrem größtmöglichen Interesse handelt.

Nach Aussage von Forrester schneiden kundeneigene Institute am Besten ab. Ohne sich vor Aktienanalysten und Aktionären profilieren zu müssen, konzentrieren diese sich auf einen exzellenten Service. Forrester hat eine Liste der Top Ten-Banken bezüglich der Wahrung des Kundeninteresses erstellt. Nummer Eins: Die englische Nationwide Building Society. Von den zehn Instituten gehören sechs wie Nationwide den Kunden. Eine ernsthafte Wahrung des Kundeinteresses sei jedoch nicht begrenzt auf Kooperativbanken und Bausparkassen. ?Kommerzielle Institute wie die Citibank in Deutschland schneiden ebenso wie Internet-Banken sehr gut ab?, so Forrester-Analyst Condon.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...