Anzeige
21. Juli 2014, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hitliste der Finanzvertriebe: DVAG ungeschlagen

Auch in der 24. Cash.-Hitliste der Finanzvertriebe konnte sich die DVAG den Spitzenplatz sichern. Doch der Markt hat sich in den letzten Jahren stark verändert.

DVAG

Die DVAG belegt erneut den ersten Platz in der Cash.-Hitliste der Finanzvertriebe.

Während die ersten Jahre des neuen Jahrtausends von starkem Wachstum geprägt waren, haben in den vergangenen Jahren Wirtschaftskrise, Regulierungen und Skandale ihre Spuren hinterlassen.

Vertriebe kämpfen mit Einbußen

Nachdem sich die meisten Finanzvertriebe 2010 aus dem Umsatztief der Vorjahre befreien konnten und die Mehrheit der Unternehmen das Wachstum auch im Geschäftsjahr 2011 fortsetzen konnte, hatten bereits 2012 wieder viele der Vertriebe mit Einbußen zu kämpfen.

2013: noch durchwachseneres Bild

Dementsprechend musste die Hälfte der erfolgreichsten zehn Allfinanzvertriebe für 2012 ein Minus bei den Provisionserlösen melden. 2013 zeigt sich ein noch durchwachseneres Bild bei dieser Erfolgsgröße: Nur einer der Top Ten hat dort im vergangenen Jahr ein Wachstum verzeichnet.

Trotz eines leichten Umsatzrückgangs um fast fünf Prozent landete der Marktführer DVAG auch in der 24. Cash.-Hitliste der Vertriebe mit Provisionserlösen von 1,130 Milliarden Euro auf dem Spitzenplatz im Segment Allfinanz. Sogar zweistellig sind die Rückgänge der beiden direkten Verfolger.

DVAG

Entwicklung des Marktanteils der Top Ten zu den restlichen Vertrieben: Der Anteil der umsatzstärksten Vertriebe an den Gesamterlösen ist deutlich gestiegen.

Die Endkundenvertriebe, die unter dem Dach der Swiss Life Deutschland agieren, sind neben der Hannoveraner Swiss Life Select, der Hamburger Finanzdienstleiter Tecis, die Kölner Horbach Wirtschaftsberatung und die Deutsche Proventus aus Bremen.

Die Vertriebsgesellschaften der Swiss Life Deutschland waren bereits im vergangenen Jahr auf den dritten Platz hinter die Wieslocher MLP zurückgefallen.

Deutliche Einbußen

Hintergrund des damaligen Umsatzrückgangs von 561 auf 305 Millionen Euro war laut Swiss Life Deutschland die Umstrukturierung des Unternehmens, nach der die Umsätze der Auslandsgesellschaften nicht mehr mitgerechnet werden.

Im Jahr 2013 sind die Provisionserlöse von Swiss Life Deutschland erneut zurückgegangen; allerdings nur um rund zwölf Prozent auf 269,9 Millionen Euro. Auch die Provisionserlöse des zweitplatzierten Finanzvertriebs MLP sanken im letzten Jahr um rund zwölf Prozent von 518 auf 457,7 Millionen Euro.

Herausforderungen in der Krankenversicherung

Dirk Bohsem, Leiter Kunden- und Vertriebsmanagement bei MLP, führt das auf die seit 2008 andauernde Zurückhaltung vieler Kunden beim Abschluss langfristiger Verträge für die Altersvorsorge zurück. “Im Jahr 2013 haben sich die Rahmenbedingungen aber nochmals erschwert – und letztlich branchenweit und auch bei MLP zu einem deutlichen Umsatzrückgang in diesem Beratungsfeld geführt”, so Bohsem weiter.

Hinzu kamen demnach die Herausforderungen in der Krankenversicherung, getrieben durch die Diskussionen im Vorfeld der Bundestagswahl zur Einführung einer Bürgerversicherung. Ähnlich beurteilen die meisten Wettbewerber das letzte Jahr, das die Vertriebe sowohl vor wirtschaftliche als auch regulatorische Herausforderungen stellte. (jb)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der neuen Cash.-Ausgabe 08/2014.

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...

Immobilien

Forward-Darlehen: Wetten auf den Zukunfts-Zins

Für alle, deren Immobilienfinanzierung in einigen Jahren zur Verlängerung ansteht, bietet sich das Forward-Darlehen an. Ob diese Darlehensart für sie geeignet ist, sollten Kunden nach ihrem Sicherheitsbedürfnis und dem finanziellen Spielraum abwägen.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lacuna goes Canada

Die Regensburger Lacuna AG hat im Bereich Erneuerbare Energien ein Joint Venture in Kanada geschlossen und eine enge Zusammenarbeit mit der deutsch-kanadischen Außenhandelskammer (AHK Kanada) vereinbart.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...