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23. Mai 2014, 08:55
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Kollektiv ist die Stärke der Lebensversicherung

Die klassischen Lebens- und Rentenversicherungen kommen in der aktuellen Diskussion oft schlecht weg – zu Unrecht. Denn es ist und bleibt immens wichtig, bei der Altersvorsorge das “Risiko der Langlebigkeit” angemessen zu berücksichtigen. Genau hier greift eine Rentenversicherung: Sie ist das einzige Produkt, bei dem der Kunde nicht gegen den eigenen Tod spekulieren muss.

Dirk Bohsem, MLP AG

Rentenversicherung

“Dem Versicherer bieten sich in seiner Anlagepolitik ganz andere Möglichkeiten zur Diversifizierung als sie einem einzelnen Sparer offen stehen.”

Über die Altersvorsorge wird in Deutschland derzeit intensiv diskutiert. Dabei wird oft verkannt, dass die Lebensversicherer nicht nur sehr gut durch die Finanzkrise gekommen sind. Es gibt auch keine Anzeichen, dass die führenden Gesellschaften ihre Garantieversprechen auf absehbare Zeit nicht halten können.

Solides Fundament Lebens- und Rentenversicherung

Zudem kommt in der Diskussion häufig zu kurz, dass ergänzende Altersvorsorge mit Blick auf die demografische Entwicklung wichtiger denn je ist – mit Lebens- und Rentenversicherungen als solidem Fundament. In Zukunft wird es deshalb umso mehr darauf ankommen, die zentralen Grundsätze dieser Produkte wieder klar in Blick zu nehmen.

Die Kernleistung privater Altersvorsorge ist die “Versicherung” in Form einer lebenslangen Rente und in einem kollektiven Risikoausgleich. Hier muss die Branche aber selbstkritisch feststellen: In der Vergangenheit wurde viel zu sehr über Renditen argumentiert.

Deutsche unterschätzen eigene Langlebigkeit

Die Darstellung der eigentlichen Kernleistung “Versicherung” haben weite Teile des Marktes sträflich vernachlässigt. Für den Kunden ist es aber immens wichtig, in seiner Altersvorsorge das “Risiko der Langlebigkeit” angemessen zu berücksichtigen. Und dieses Risiko wird in der Breite der Bevölkerung dramatisch unterschätzt: Auf 81,3 Jahre beziffern die Deutschen ihre Lebenserwartung im Durchschnitt – bereits heute beträgt sie aber 89,6 Jahre.

Und Mittelwerte sind tückisch – ein Viertel aller heute 35-Jährigen wird älter als 95. Vor diesem Hintergrund wird der eigentliche Wert einer Rentenversicherung deutlich: Sie ist das einzige Produkt, bei dem der Kunde nicht gegen den eigenen Tod spekulieren muss.

Kurzsichtige Diskussionen um Garantieverzinsung

Auch die anhaltenden Diskussionen um die Garantieverzinsung werden oft zu kurzsichtig geführt. Denn anders als vielfach kritisiert, zeigt die klassische Rentenversicherung gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld ihre Stärke.

Mit den besser verzinsten Investitionen der Vergangenheit wird die derzeitige Durststrecke überbrückt, so dass Kunden dieses Jahr 3,40 Prozent gutgeschrieben bekommen. Eine Versicherung ist eben kein individueller Sparvorgang, sondern es findet ein Ausgleich über die Zeit und über das Kollektiv statt.

Hinzu kommt: Dem Versicherer bieten sich in seiner Anlagepolitik ganz andere Möglichkeiten zur Diversifizierung als sie einem einzelnen Sparer offen stehen – beispielsweise über Investitionen in Infrastruktur.

Seite zwei: Klassische Rentenversicherung wichtiger Stabilitätsanker

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