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17. Februar 2005, 00:00
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eFonds24 expandiert nach Österreich

Die eFonds24 GmbH, Stegen am Ammersee, verfolgt ihren Expansionskurs weiter und steigt in den Vertrieb geschlossener Fonds in Österreich ein. Zu dem Zweck wurde mit der eFonds24 Vermittlungsplattform GmbH mit Sitz in Wien eigens ein Tochterunternehmen gegründet.

?Der Beteiligungsmarkt in Österreich führte bislang ein Schattendasein und wurde von der Masse der deutschen Emittenten noch nicht entdeckt?, so eFonds24-Chef Alexander Betz. ?Dabei besteht in der Alpenrepublik eine immense Nachfrage nach geschlossenen Fonds aus Deutschland. Wir sind daher davon überzeugt, dass dies der ideale Zeitpunkt für einen Markteintritt ist.? Laut Betz haben die wenigen Initiatoren, die ihre Produkte bereits in Österreich anbieten, wichtige Vorarbeit geleistet. Als Beispiele nennt er die Hamburger Häuser HCI und MPC.

?Der Markt hat derzeit ein Volumen von rund 250 bis 300 Millionen Euro jährlich?, so der eFonds24-Chef. ?Das Potenzial liegt jedoch mindestens bei dem Dreifachen. Da wir im Bereich der Vertriebs-Plattformen aus der Pole-Position starten, sind wir sicher, dass wir vor Ort künftig die führende Rolle einnehmen können.?

Am 17. Februar erhielt das Unternehmen von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) die erweiterte Wertpapierkonzession. Als voll konzessioniertes Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) ? vergleichbar mit dem deutschen ?Finanzdienstleistungsinstitut? ? plant eFonds24 jetzt für den 1. März den Start des operativen Geschäfts in der Alpenrepublik.

?Wir verfolgen vor allem zwei Ziele?, sagt Betz. ?In erster Linie wollen wir in Österreich den Markt für geschlossene Fonds als Vertriebsplattform ebenso vollständig und transparent abbilden, wie wir es bereits in Deutschland tun.? Darüber hinaus werde eFonds24 deutsche Emissionshäuser beim Markteintritt unterstützen. ?Wollen die Emittenten in Österreich Fonds anbieten, so benötigen sie dazu einen konzessionierten Anbieter. Wer mit uns kooperiert, kann dabei eine Menge Aufwand und nicht zuletzt auch Geld sparen, da wir bereits über die erforderliche Konzession verfügen?, so der eFonds24-Gründer, der nach eigenen Angaben bereits mit mehreren Emittenten wie etwa dem Bankhaus Wölbern, Hamburg, der Münchener Hannover Leasing, CFB, Düsseldorf, sowie Dr. Peters, Dortmund über eine derartige Zusammenarbeit im Gespräch ist.

Mit mehreren deutschen Vertriebsorganisationen wie etwa den Maklerpools BCA, Oberursel, und Jung, DMS & Cie., Frankfurt, die schon in Österreich tätig sind, wurden ebenfalls bereits Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Als Vertriebspartner vor Ort kommen für eFonds24 ausschließlich ebenfalls konzessionierte Unternehmen sowie Banken in Frage. Nicht konzessionierte Finanzdienstleister können die Online-Vertriebsplattform zur Abwicklung nutzen, indem sie sich einem der kooperierenden WPDLU anschließen.

?Wir planen ein vollkommen transparentes Provisionssystem?, so Betz. ?Unterschieden werden lediglich drei Gruppen ? nicht konzessionierte und konzessionierte Partner sowie Multiplikatoren ? innerhalb derer alle gleich behandelt werden.? Insgesamt, so Betz, liegt das Provisionsniveau in Österreich rund fünf Prozentpunkte unter dem deutschen.

Nicht alle Produkte kommen jedoch für den Vertrieb im Alpenland in gleichermaßen in Frage. Da negative steuerliche Ergebnisse für österreichische Anleger nicht zum Tragen kommen, nennt Betz vor allem reine Tonnagesteuer-Schiffsfonds, Private Equity- sowie LV-Policenfonds als besonders aussichtsreiche Produktgattungen. Bei Auslandsimmobilienfonds hänge die Attraktivität vor allem vom Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Investitionsland und Österreich ab.

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