Anzeige
Anzeige
2. April 2014, 11:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmaklern drohen neue Restriktionen

Kaum einem Berufsstand stehen in den kommenden Monaten ähnlich tiefgreifende Veränderungen bevor wie den Immobilienmaklern. Gesetze der Bundesregierung und Regulierungen auf europäischer Ebene drohen, die Praxis der Wohnungsvermittlung in Deutschland grundlegend zu verändern. Dies geschieht nur scheinbar zum Nutzen der Mieter.

Gastbeitrag von Jürgen Michael Schick, IVD

Makler

“Künftig besteht auch bei Maklerverträgen ein 14-tägiges Widerrufsrecht – ähnlich Verträgen, die im Internet geschlossen wurden.”

Mietenregulierung: Atempause für angespannte Wohnungsmärkte?

Die Mietpreisbremse, eine der zentralen Maßnahmen der Bundesregierung, soll schnellen Mietsteigerungen Abhilfe schaffen. Der dazu jüngst vorgelegte Gesetzentwurf sieht vor, dass die Miete bei der Wiedervermietung einer Wohnung um höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen darf. Die bisher verlangte Miete muss jedoch nicht abgesenkt werden, auch wenn sie höher ist.

Wo die Regelung gelten wird, entscheiden die Landesregierungen. Sie legen Gebiete fest, in denen die Wohnungsmärkte besonders angespannt sind. Dort wird die Miete dann für einen Zeitraum von fünf Jahren reguliert. Von der Mietpreisbremse ausgeschlossen sind neu errichtete oder kürzlich umfassend modernisierte Wohnungen.

Mietpreisbremse keine Lösung in angespannten Märkten

Eingeführt werden soll die Mietpreisbremse 2015. Zwar wird sie das Mietwachstum zunächst begrenzen. Gegen das grundlegende Problem in angespannten Märkten, den Mangel an Wohnraum, kann die Mietpreisbremse jedoch nichts ausrichten.

Im Gegenteil: Sie wird sich aller Voraussicht nach hemmend auf den Wohnungsneubau und die Investitionen in Bestandswohnungen auswirken. Verlierer dieser Entwicklung werden am Ende die Wohnungssuchenden sein.

Maklercourtage: Wer bestellt, der bezahlt

Mit dem Gesetz zur Mietpreisbremse soll auch das so sogenannte Bestellerprinzip eingeführt werden. Nach dem Grundsatz “Wer bestellt, der bezahlt”, soll derjenige die Maklercourtage tragen, der den Makler beauftragt hat.

Wird die Regelung gemäß Gesetzentwurf eingeführt, können in der Praxis allerdings nur Vermieter als Besteller auftreten. Dies widerspricht der Vertragsfreiheit und auch dem Koalitionsvertrag. Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass die Vermieter die Kosten nach Abschluss des Mietvertrags “versteckt” auf die Mieter umlegen – beispielsweise über höhere Abschlagszahlungen.

Seite zwei: Widerrufsrecht auch für Maklerverträge

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

GDV: Senioren ab 75 sollen zum Fahrtest

Die Versicherer fordern, dass Autofahrer ab dem 75. Lebensjahr eine verpflichtende Kontrollfahrt absolvieren, um ihre Fahrtüchtigkeit testen zu lassen. “Die Unfallforschung der Versicherer wird in diesem Jahr Standards für eine solche Testfahrt entwickeln”, erklärte Siegfried Brockmann, Chef der Unfallforschung des GDV, in der “Westfalenpost”.

mehr ...

Immobilien

Baubranche fordert Ende des Vorschriften-Dschungels

Angesichts des Wohnungsmangels in vielen deutschen Städten hat die Baubranche eine Vereinheitlichung des Vorschriften-Dschungels der 16 Bundesländer gefordert.

mehr ...

Investmentfonds

Trump könnte Märkte enttäuschen

Von Donald Trump erwarten die Investoren derzeit viel. Allerdings könnte schon bald die Enttäuschung folgen. Die Lage ist keinesfalls entspannt. Gastkommentar von Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin AG

mehr ...

Berater

Patrizia offeriert digitale Zeichnung von Immobilienfonds

Die Platzierungspartner der Patrizia GrundInvest können ab sofort das Portal eDirektzeichnung zur Erweiterung ihres Online-Angebots für Sachwerte nutzen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marke Brenneisen Capital wird veräußert

Manfred Brenneisen, Chef der Brenneisen Capital mit Sitz in Wiesloch, veräußert den Geschäftsbereich Spezialvertrieb für Sachwertanlagen samt Markennamen. Die persönliche Kontinuität für die Geschäftspartner soll gewahrt bleiben.

mehr ...

Recht

Privathaftpflicht: “Billigkeit” kein Anspruchsgrund für Schadensersatz

Die Privathaftpflichtversicherung dient, im Gegensatz zur Pflichtversicherung, dem Schutz des Versicherten. Ein Schadensersatzanspruch besteht somit nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern.

mehr ...