Anzeige
17. März 2016, 15:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bundesverband für Studentisches Wohnen gegründet

Bauträger, Projektentwickler, Asset- und Property Manager haben gemeinsam den Bundesverband für Studentisches Wohnen (BfSW) gegründet. Er wurde heute im Rahmen der Mipim in Cannes vorgestellt.

Studenten-apartments in Bundesverband für Studentisches Wohnen gegründet

Der Bundesverband will modernes studentisches Wohnen fördern.

Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes ist Rainer Nonnengässer, Geschäftsführer der MPC Micro Living Development GmbH, sein Stellvertreter ist Felix Bauer, CEO & CSO der Deutsche Real Estate Funds Advisor (DREF). Der BfSW verstehe sich als Interessensverband einer neu entstehenden Branche.

Studentisches Wohnen als eigenständiges Immobiliensegment

Vertreten werden alle Unternehmen, deren Tätigkeit in direktem oder indirektem Bezug zu Investitionen und Management im noch jungen Wachstumsmarkt für Klein- und Mikrowohnraum steht. Eine Kernforderung des Bundesverbands ist die Anerkennung des Studentischen Wohnens als eigenständiges Immobiliensegment.

„Anspruch und Leitmotiv des BfSW sind moderne und lebenswerte Wohnkonzepte, die sich an verändernden gesellschaftlichen Anforderungen orientieren. Erstes Ziel ist es, Lösungsansätze zur Schaffung einheitlicher Branchenstandards und Bauvorschriften zu erarbeiten“, so Nonnengässer anlässlich der Vorstellung auf der Mipim.

Mangel an Wohnraum

Sein Stellverterter Bauer ergänzt: „Studentisches Wohnen wurde in den vergangenen Jahren in Deutschland enorm vernachlässigt. Das Ergebnis ist ein quantitativer und qualitativer Mangel an studentischem Wohnraum. Um den aktuellen Investitions- und Renovierungsstau aufzulösen, braucht es neben den öffentlichen Anstrengungen auch private Investitionen. Dafür müssen wir ein entsprechendes Investitionsumfeld in Deutschland schaffen.“

Derzeit würden vor allem die stark variierenden Bauordnungen in den 16 deutschen Bundesländern die BfSW-Mitglieder vor hohe bürokratische Hürden stellen. Die Konsequenzen seien erhebliche Mehrkosten durch Planungs- und Bauaufwand zu Lasten der künftigen Mieter.

Brennpunkte der Wohnraumverknappung

Die Gesamtzahl öffentlich geförderter Wohnheimplätze, inklusive der Wohnheimplätze in Planung oder im Aufbau, liege derzeit bei 250.000. Mit aktuell 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland reiche dieses Angebot nicht annähernd aus, den stetig steigenden Bedarf zu decken.

Brennpunkte der Wohnraumverknappung seien insbesondere beliebte Großstädte wie München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt, aber auch renommierte Hochschulorte wie Heidelberg, Münster, Bonn oder Darmstadt. Das fehlende Angebot an Wohnheimplätzen sowie Klein- und Mikrowohnraum führe bereits seit Jahren dazu, dass Studierende in Wohngemeinschaften in bis zu 270.000 größeren Wohnungen leben. Die für wohnungssuchende Familien ohnehin schwierige Marktsituation werde so zusätzlich belastet.

Private Investoren benötigt

Privatwirtschaftliche Projektentwickler und Bauträger könnten zur Verbesserung der Situation beitragen. So habe sich das Transaktionsvolumen privater Investoren im Jahr 2015 auf dem Markt für Studentisches Wohnen bereits auf 525 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die Investitionen würden steigen, sich aber im internationalen Vergleich immer noch auf einem geringen Niveau bewegen.

„Die modernen Ansprüche der jungen Generation wurden in anderen europäischen Großstädten bereits zum Anlass genommen, Wohnen, Architektur und Nachhaltigkeit ganz neu zu denken: In Norwegen entstehen Passivhäuser für Studenten, die Stadt Stockholm lässt schwimmende Wohnheime mit 3D-Druckern errichten und in Oslo wurden alte Kornaufzüge zum Studentischen Wohnen ausgebaut“, so Lutz Dammaschk, Schatzmeister und Vorstand des BfSW. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Presse: Regierung will Haftung bei Betriebsrenten lockern

Mit einer Reform der Betriebsrenten will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Haftungsregeln für Unternehmen lockern.

mehr ...

Immobilien

Lage-Rating Berlin: Die besten Chancen

In welchen Teilen Berlins haben Investoren und Kapitalanleger beste Investitionsperspektiven? Das Lage-Rating von Immobilienscout24 und Handelsblatt Online gibt die Antwort. Die Analyse des Berliner Immobilienmarktes ist der Auftakt für eine insgesamt vierteilige, wöchentliche Lage-Rating-Serie.

mehr ...

Investmentfonds

Pictet stellt Zahlen für das erste Halbjahr vor

Die Pictet-Gruppe  gab heute in Genf die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr bekannt. Der Gewinn ging bei den Schweizern gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.

mehr ...

Berater

Verbraucherstimmung verbessert sich

Die Deutschen sind weiter in Kauflaune – allen Sorgen um Brexit, Flüchtlinge oder Terror zum Trotz. Nach Ansicht von Konsumforschern hat das vor allem einen Grund.

mehr ...

Sachwertanlagen

Primus Valor: Investitionsphase des ICD 7 ist beendet

Der Publikums-AIF Immochance Deutschland 7 Renovation Plus (ICD 7) von Primus Valor ist rund sechzehn Monate nach dem Vertriebsstart vollständig investiert. Das Beteiligungsangebot hat nach Angaben des Unternehmens das geplante Gesamtinvestitionsvolumen von 71 Millionen Euro wie prognostiziert erreicht.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...