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2. Mai 2014, 14:04
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“Aktieninvestments bei der Altersvorsorge berücksichtigen”

Michael Bentlage, Partner bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers und verantwortlich für das Geschäftsfeld Asset Servicing, über die Herausforderung niedriger Zinsen und einen zunehmend regulierten Finanzmarkt.

Vermögensverwalter

“Persönlich glaube ich, dass die Zurückhaltung bei Aktien auf die tägliche Bereitstellung von Kursinformationen zurückzuführen ist. Den täglichen Preis für meine Immobilie sehe ich nicht, obwohl es ihn ganz unzweifelhaft gibt.”

Cash.: Was treibt Vermögensverwalter im derzeitigen Umfeld besonders um?

Bentlage: Es gibt ganz unterschiedliche Faktoren, die auf Vermögensverwalter einwirken. Zunächst kommen immer neue Regularien auf sie zu. Meiner Meinung nach sind wir in Deutschland mittlerweile deutlich überreguliert. Wenn ein Verwalter Anforderungen erfüllen muss, die vergleichbar mit denen einer Großbank sind, dann ist das schon eine absonderliche bis groteske Situation.

Gerade kleinere Vermögensverwaltungen und Einzelunternehmer haben es zunehmend schwer, sich in diesem Regulierungsdschungel zu behaupten. Das ist schade, denn es gibt unter ihnen wirklich viele Koryphäen.

Über ihre originäre Tätigkeit als Vermögensverwalter und Berater hinaus werden sie zunehmend mit dem Erstellen von Reportings für die Finanzaufsicht belastet. Daneben gibt es eine sich zuspitzende Wettbewerbssituation. Ein Vermögensverwalter hat heute weniger seine Kollegen als Wettbewerber, sondern vorrangig die Banken.

Er muss sich gegenüber vergleichsweise riesigen Instituten mit ihren großen Marketingbudgets behaupten und Endanlegern deutlich machen, dass nur er eine unabhängige Beratung durchführen kann. Wir helfen daher bei Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Darüber hinaus stehen wir Vermögensverwaltern als Mitglied im Forum des Verbands der unabhängigen Vermögensverwalter (VUV) zur Seite.

Welche Herausforderungen sehen Sie für Vermögensverwalter noch?

Auch das aktuelle Niedrigzinsumfeld stellt für Vermögensverwalter eine Belastung dar. Traditionell arbeiten sie stark mit Aktien und Anleihen, also mit klassischen Instrumenten. Daher ist es gegenwärtig eine besonders große Herausforderung, Renditen mit möglichst geringem Risiko zu erwirtschaften.

Unter diesen Voraussetzungen trennt sich die Spreu vom Weizen, gerade kreative und intelligente Ansätze können den Unterschied machen. Dabei kann auch ein kleiner und unbekannter Vermögensverwalter punkten und sogar bessere Ergebnisse erzielen als die großen.

Seite zwei: Konsequenzen von AIFM und KAGB

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